Maria das Gracas Foster wird neue Vorsitzende von Petrobras / Copyright: Agência Brasil

Maria das Graças Foster wird neue Vorsitzende von Petrobras / Copyright: Agência Brasil

Zur neuen Vorsitzenden des halbstaatlichen Energieriesen Petrobras ist die bisherige Spartenleiterin des Unternehmens für Energie und Gas, Maria das Graças Foster, ernannt worden. Dies hat gestern (23.01.), nach Gerüchten in der letzen Woche, das Unternehmen Petrobras nun bestätigt. Damit vollzieht die gelernte Chemieingenieurin auch eine historische Wende, denn sie wird nach fast 60 Jahren Unternehmensgeschichte als erste Frau an der Spitze des Energieunternehmens stehen.

Graça Foster ist bereits seit 30 Jahren im Unternehmen Petrobras in verschiedenen Positionen tätig und besitzt neben der Ausbildung zur Chemieingenieurin auch einen MBA in Ökonomie. In der Zeit von 2003 bis 2005 war sie auch im Ministerium für Bergwerke und Energie (Ministério de Minas e Energia) als Staatssekretärin für Gas und Erdöl zuständig. Zu dieser Zeit war die heutige brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff die zuständige Ministerin. Seit dieser Zeit verbindet beide auch eine persönliche Freundschaft.

Im Februar muss Graça Foster noch vom Verwaltungsrat der Petrobras (Conselho de Administração da Petrobras) als neue Vorsitzende final bestätigt werden, bevor sie ihre Arbeit aufnehmen kann. Dies dürfte allerdings mehr ein formaler Akt sein, denn der Vorsitzende des Verwaltungsrats, Finanzminister Guido Mantega, war es, der ihren Namen als designierte Vorsitzende von Petrobras gestern veröffentlicht hatte. In der nächsten Sitzung am 09. Februar wird ihre Wahl dann auf der Tagesordnung des Verwaltungsrats stehen.

Der bisherige Vorsitzende von Petrobras, José Sérgio Gabrielli, war bereits seit 2005 in dieser Funktion für das Unternehmen tätig. Er wird nun in die Politik in den Bundesstaat Bahia wechseln. Zuvor jedoch werden beide, Graça Foster und José Sérgio Gabrielli, noch Europa bereisen, um Investoren und Kunden über den Wechsel zu informieren – wohl auch um möglichen Spekulationen am Markt möglichst offensiv zu begegnen. (mas)