In Zusammenarbeit mit seinen Nachbarländern will Brasilien gegen organisierte Kriminalität vorgehen / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Dantadd
In Zusammenarbeit mit seinen Nachbarländern will Brasilien gegen organisierte Kriminalität vorgehen / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Dantadd

In Zusammenarbeit mit seinen Nachbarländern will Brasilien gegen organisierte Kriminalität vorgehen / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Dantadd

Im Rahmen des allwöchentlichen Radiointerviews Café com a Presidenta (wörtlich: Frühstück mit der Präsidentin) sprach die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff gestern (21.01.) über den Erfolg des Strategischen Grenzplans (Plano Estratégico de Fronteiras) zur Bekämpfung von organisierter Kriminalität.

Der Plan war vor rund eineinhalb Jahren ins Leben gerufen worden und sieht die Verteidigung der brasilianischen Grenzen gegen Drogen- und Waffenhandel vor. Der Plan bestehe aus zwei Teilen, erklärte die Präsidentin. Zum einen gibt es die Operation Ágata, die vom Verteidigungsministerium (Ministério da Defesa) geleitet wird und falls nötig Streitkräfte mobilisiert, die die Grenzen absichern. Zum anderen gibt es die Operation Sentinela, die dem Justizministerium (Ministério da Justiça) unterstellt ist und Bundespolizei, Verkehrspolizei und nationale Sicherheitskräfte in gemeinsamer Arbeit vereint.

In der Vergangenheit suchten sich die Kriminellen immer die schwächsten Regionen und Grenzen für ihren Schmuggel heraus, erklärte Dilma Rousseff. Durch den Plan gäbe es nun eine ständige starke Präsenz von Polizei und Streitkräften an gerade diesen zuvor schwach bewachten Grenzabschnitten.

Bislang sind laut Informationen der Präsidentin rund 220.000 Waffen, 2o Tonnen von explosivem Sprengmaterial und 360 Tonnen Drogen von den Einsatzkräften konfisziert worden.

Dilma Rousseff betonte die enorme Relevanz des Plans und dass es die Pflicht der Regierung sei, die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten. Außerdem erinnerte sie an die brasilianische Grenze von über 16.000 Kilometern mit insgesamt zehn Ländern, die einen solchen umfangreichen Plan nötig mache. Mit Bolivien, Kolumbien und Peru hat Brasiliens Regierung inzwischen Abkommen getroffen, die eine gemeinsame Bekämpfung der grenzübergreifenden organisierten Kriminalität beabsichtigen. (sg)