Laut Empfehlung von US-amerikanischen Spezialisten solle Brasilien das Volk in Bauprojekte mit einbeziehen / Copyright: Agência Brasil
Nur wenige Gemeinden können bereits mit den Bauarbeiten beginnen / Copyright: Agência Brasil

Nur wenige Gemeinden können bereits mit den Bauarbeiten beginnen / Copyright: Agência Brasil

Nur knapp 30 Prozent der 5.570 brasilianischen Gemeinden erreichen die Jahresziele im Rahmen des Plans zur Konstruktion von Kanalisierungssystemen (Plano Municipal de Saneamento Básico). Dies gab das Ministerium für Städte (Ministério das Cidades) und die Brasilianische Vereinigung der Regulierungsbehörden (Associação Brasileira de Agências de Regulação, kurz: Abar) gestern (04.11.) bekannt.

Ein Gesetz verpflichtet die Gemeinden seit 2011 dazu, ein intaktes Kanalsystem zu installieren. Finanzielle Hilfe bekommen die Gemeinden von der Zentralregierung in Brasília. Rund 70 Prozent der Kommunen haben bislang jedoch noch keine finanzielle Unterstützung erhalten und können die Baumaßnahmen aus eigener Tasche nicht zahlen.

Das Brasilianische Institut für Geografie und Statistik (Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística, kurz: IBGE) gab außerdem bekannt, dass erst 609 Gemeinden Pläne ausgearbeitet hätten, auf denen das Kanalisierungssystem aufgebaut werden kann. Sprecher des IBGE gaben an, dass man ursprünglich mit einer deutlich höheren Anzahl bis Ende des Jahres gerechnet habe.

Der Staatssekretär Osvaldo Garcia erklärte, dass sich auch die Gemeinden an den Zeitplan halten müssten, um die Staatsgelder zu bekommen. Die Kommunalregierungen müssten dem Kanalisierungsprojekt dringend Priorität einräumen.

Eingeschlossen wird in die Installation von Kanalsystemen außerdem die Verlegung von Frischwasserleitungen. Ein weiterer Teil des Programms besteht in der Entsorgung von Müll und Giftstoffen – auch die Reinigung der Stadt soll neu organisiert werden. (sg)