Agrargüter sind Brasiliens Exportschlager / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Ton Rulkens
Bohnen gehören zu den Grundnahrungsmitteln der Brasilianer / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Ton Rulkens

Bohnen gehören zu den Grundnahrungsmitteln der Brasilianer / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Ton Rulkens

In zwölf von achtzehn Hauptstädten der brasilianischen Bundesstaaten waren die Grundnahrungsmittel im Mai günstiger als in den Monaten zuvor. Die Intergewerkschaftliche Abteilung für sozioökonomische Statistik und Studien (Departamento Intersindical de Estatística e Estudos Socioeconômicos, kurz: Dieese) hatte die Preisentwicklung beobachtet und die Ergebnisse am Wochenende veröffentlicht.

Seit November hatte es keine derartige Reduzierung der Preise mehr gegeben, erklärten Experten der Dieese. Zwischen Januar und Mai dieses Jahres waren die Preise stark angestiegen. Die größte Preiserhöhung war in João Pessoa im Bundesstaat Paraíba zu verzeichnen. Um 20,49 Prozent waren die Preise der Grundnahrungsmittel innerhalb von vier Monaten angestiegen.

Den stärksten Preisrückgang gab es im Mai in Manaus. In dem nördlichen Bundesstaat Amazonas waren die Preise für Sojaöl, Reis und Bohnen zuletzt um knapp fünf Prozent gesunken. Auch in Bahía und in Minas Gerais gab es Preisrückgänge von über drei Prozent. In sechs Bundesstaaten wurden jedoch Preisanstiege gemessen. Unter anderem in Mato Grosso do Sul, Rio Grande do Sul und Goiás. In allen drei Regionen wurde eine Erhöhung der Preise zwischen 3,4 und 3,5 Prozent gemessen. Die teuersten Grundnahrungsmittel gibt es laut der Studie wie bereits zuvor gemessen in São Paulo.

Brasiliens Präsidentin, Dilma Rousseff, erklärte im März, dass Grundnahrungsmittel steuerbefreit bleiben sollten, um der gesamten Bevölkerung den Zugang zu notwendigen Lebensmitteln gewährleisten zu können. (sg)