Eine Arbeitsgruppe will die Logistik in und um Häfen verbessern / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Claus Bunks
Hafenarbeiter der öffentlichen Häfen fürchten um ihre Arbeitsplätze / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Claus Bunks

Hafenarbeiter der öffentlichen Häfen fürchten um ihre Arbeitsplätze / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Claus Bunks

Die Arbeiter des brasilianischen Hafensektors ziehen in Erwägung, ab nächster Woche in einen Streik zu treten. Der Grund ist die Umstrukturierung, die durch ein vorläufiges Gesetz stattfinden soll. Repräsentanten des Sektors baten die Regierung gestern (14.02.) um Gespräche über die anstehenden Veränderungen.

Im Rahmen des Gesetz 595/2012 soll es zukünftig neben öffentlichen Häfen auch private Häfen geben. In diesen würden Stauer, Arbeiter die beim Be- und Entladen des Schiffes die Kisten zum Transport zusammenstellen, durch Maschinen ersetzt. Daraus ergebe sich für private Häfen eine deutlich günstigere Ausgangslage, weil hohe Personalkosten eingespart werden könnten.

Die Arbeiter öffentlicher Häfen fürchten nun ebenfalls um eine Umstrukturierung hin zu einem verstärkten Gebrauch von Maschinen, die ihre Arbeit überflüssig machen würden. Das Gesetz beträfe die Arbeiter zwar momentan nicht direkt, führe aber langfristig zu großem Schaden, erklärte Paulo Pereira da Silva, Präsident der Gewerkschaft Força Sindical (kurz: FS).

Die Politikerin Gleisi Hoffmann betonte jedoch, dass das Gesetz zu mehr Wettbewerb innerhalb des Hafensektors führen werde und die Kosten für den brasilianischen Im- und Export langfristig gesenkt würden. Sie wünsche allerdings, dass auch die öffentlichen Häfen die Herausforderung annehmen und ihre Kosten senken. Dies müsse nicht zwangsläufig über Entlassungen geschehen.

Ob die Hafenarbeiter nun in einen Streik treten werden, wollen die Verantwortlichen bei Sitzungen in der nächsten Woche besprechen und entscheiden.

Bis zum 17. März können Änderungen an dem Gesetzvorschlag vorgenommen werden. Bislang wurden über 600 Verbesserungen eingereicht. (sg)