Der Bezinpreis steigt zum ersten Mal in den letzten zehn Jahren. Sieben Prozent beträgt die Teuerung / Copyright Agência Brasil
Der Verbrauch von Brennstoffen ist stark gestiegen / Copyright: Agência Brasil

Der Verbrauch von Brennstoffen ist stark gestiegen / Copyright: Agência Brasil

Der Anstieg des Verbrauchs von Brennstoffen innerhalb Brasiliens trägt zu einem Handelsdefizit im ersten Quartal dieses Jahres bei. Tatiana Prazeres, Staatssekretärin für Außenhandel des Ministeriums für Entwicklung, Industrie und Außenhandel (Ministério do Desenvolvimento, Indústria e Comércio Exterior, kurz: MDIC) berichtete, dass die inländische Nachfrage nach Brennstoff und Derivaten in den letzten Monaten gestiegen und deswegen der Export der Produkte gesunken sei. Allein die Exporte an den größten Abnehmer, die USA, sanken in den letzten vier Monaten um knapp 20 Prozent.

In den ersten vier Monaten dieses Jahres exportierte Brasilien insgesamt Waren im Wert von 71,468 Milliarden US-Dollar (rund  54,4 Milliarden Euro). Dies bedeutet einen Rückgang der Exporte um 4,1 Prozent im Vergleich zur selben Periode im Jahr 2012. Würde man Brennstoffe und Derivate aus der Kalkulation herausrechnen, hätte Brasilien einen Anstieg der Exporte von 2,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen. Der Einfluss exportierter oder nicht exportierter Brennstoffe und von Rohöl auf die Handelsbilanz ist entscheidend.

Das MDIC informierte außerdem über einen Anstieg der Importe von Schmiermittel und Brennstoffen aus dem Ausland. Diese stiegen im Vergleich zum ersten Quartal im Jahr 2013 um 28,4 Prozent an. Tatiana Prazeres erklärte, dass es eine signifikante Veränderung bei den importierten Produkten gebe. Demnach hätten in den vergangenen Jahren importierte Fahrzeuge zu hohen Importen beigetragen, wohingegen in diesem Jahr erstmals der Import von Brennstoffen den Anstieg der Importe angibt. (sg)