Chinesische Unternehmer prüfen derzeit mögliche Investitionen in die brasilianische Landwirtschaft / Copyright: Agência Brasil
Chinesische Unternehmer prüfen derzeit mögliche Investitionen in die brasilianische Landwirtschaft / Copyright: Agência Brasil

Chinesische Unternehmer prüfen derzeit mögliche Investitionen in die brasilianische Landwirtschaft / Copyright: Agência Brasil

Der brasilianische Bund der Landwirtschaft und Viehzucht (Confederação da Agricultura e Pecuária do Brasil, kurz: CNA) will China davon überzeugen, in Brasilien zu investieren. Dies teilte die Senatorin und Präsidentin des CNA, Kátia Abreu, gestern (27.11.) mit. China will in den kommenden Jahren insgesamt 30 Millionen US-Dollar (rund 23,24 Millionen Euro) in Lateinamerika investieren. Der CNA, der in diesem Monat ein Büro in Peking eröffnete, hofft, einen Großteil des Geldes für die brasilianische Landwirtschaft gewinnen zu können.

Der CNA informierte bei einem Treffen 26 chinesische Unternehmer über zahlreiche Möglichkeiten, in den landwirtschaftlichen Sektor Brasiliens zu investieren. Während der Veranstaltung gab der chinesische Vizepräsident des Ministeriums für Landwirtschaft, Xien Jianmin, bekannt, dass noch nicht darüber entschieden worden sei, ob China in Form von Direktinvestitionen einzelner Unternehmen investieren werde oder ob man Gesellschaften bilden werde, die dann als Einheit investieren.

Jianmin informierte darüber, dass China zur Zeit noch prüfe, in welcher Höhe und in welchen Bereich der brasilianischen Landwirtschaft zukünftig Investitionen getätigt werden könnten. Mögliche Sektoren für chinesische Investitionen könnten nach Informationen des CNA die Schweinezucht oder die Forstwirtschaft sowie die Konstruktion von Bewässerungssystemen sein. Der CNA geht davon aus, dass China in einen der Sektoren investieren wird, der über die eigentlichen Gewinne hinaus Vorteile bringt. Da China Hauptimporteur brasilianischen Sojas und Fleischs ist, würde das Land durch ein dortiges Engagement von besserem Zugang zu diesen Produkten profitieren.

Kátia Abreu erklärte, dass die Mitarbeiter des CNA-Büros in Peking den Entscheidungsprozess der chinesischen Unternehmer begleiten und alles tun werden, um möglichst große Teile der Investitionen nach Brasilien zu holen. (sg)