Die brasilianischen Böden sollen nachhaltiger genutzt werden / Copyright: Agência Brasil
Die Exporte von Mais sind enorm angestiegen / Copyright: Agência Brasil

Die Exporte von Mais sind enorm angestiegen / Copyright: Agência Brasil

Laut Informationen der brasilianischen Regierung sind aufgrund der internationalen Krise im allgemeinen keine großen Exportsteigerungen zu erwarten. Der Export von Industriegütern und Öl sinkt sogar leicht. Der Agrarsektor trotzt jedoch als einziger den schwachen Rahmenbedingungen und fährt wie bereits im Jahr 2012 weiterhin Überschüsse ein.

Die Exporte von Agrargütern stiegen in den letzten Monaten um 14,7 Prozent und machen mittlerweile 41,25 Prozent der gesamten brasilianischen Exporte aus. Das Ministerium für Landwirtschaft, Viehzucht und Versorgung (Ministério da Agricultura, Pecuária e Abastecimento, kurz: Mapa) gab bekannt, dass die Verkäufe von Mais im Januar 2013 im Vergleich zum Monat des Vorjahres um 327 Prozent gestiegen seien. Der Export von Soja wiederum hatte einen leichten Rückgang zu verzeichnen. Experten erklärten, dass im Vorjahr vor allem der Zusammenbruch der US-amerikanischen Ernte dazu geführt habe, dass brasilianisches Soja in ungeahnten Mengen verkauft wurde und dass sich in diesem Jahr wieder durchschnittliche Verkaufszahlen einpendeln werden.

Wirtschaftsexperten und Regierungsvertreter sind sich trotz des großen Erfolges der Agrarexporte einig, dass mehr in die brasilianische Industrie investiert werden müsse, um sich nicht von Agrarprodukten abhängig zu machen. Auch die geplanten Investitionen in die Infrastruktur Brasiliens seien enorm wichtig. Außerdem plädieren sie für finanzielle Unterstützung in das Transportwesen und in eine bessere Ausbildung der Arbeitskräfte. Brasiliens Industriegüter international wettbewerbsfähig zu machen sei eines der großen Ziele der nächsten Jahre. (sg)