Die Industrieanlagen des deutschen Unternehmens sollen die Umwelt stark belasten / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Baytownbert
Die Industrie soll sich nach Angaben der Ökonomen in diesem Jahr wieder erholen / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Baytownbert

Die Industrie soll sich nach Angaben der Ökonomen in diesem Jahr wieder erholen / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Baytownbert

Nach Informationen des brasilianischen Ökonomen Aloisio Campelo, Leiter der Getulio Vargas-Stiftung (Fundação Getulio Vargas, kurz: FGV),  wird sich die Industrie Brasiliens in diesem Jahr wieder erholen.

Nach eher enttäuschenden Leistungen im vergangenen Jahr könne der industrielle Sektor durch verstärkte Investitionen zu alter Hochform auflaufen, versicherte Campelo. Daten des Brasilianischen Instituts für Geografie und Statistik (Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística, kurz: IBGE) zeigen, dass die Industrie in den vergangenen vier Quartalen mit einem Rückgang zu kämpfen hatte. Zwar griffen ab dem dritten Quartal die Regierungsmaßnahmen, wie beispielsweise Steuer- und Zinssenkungen, eine deutliche Verbesserung ist jedoch noch nicht zu verzeichnen.

Höhere Investitionen könnten laut Experten zu einer höheren Produktivität der Industrie führen. Allerdings sei diese Produktivität begrenzt durch die Weltwirtschaft, erklärt Campelo. Fänden die brasilianischen Produkte aufgrund der schlechten weltwirtschaftlichen Lage keine Abnehmer, werde die gesteigerte Produktivität wenig nützen.

Dennoch für den Fall, dass sich die Weltwirtschaft weiter erholt, müssen langfristige Maßnahmen getroffen werden, betont der Ökonom, abgesehen von mehr Investitionen würde sich die finanzielle Unterstützung von Infrastruktur und Logistik mit Sicherheit positiv auf die Industrie auswirken.

Für Aloisio Campelo liegt die Lösung vor allem in der Wettbewerbsfähigkeit brasilianischer Produkte. Und zwar im doppelten Sinn: Zum einen darf es keinen Protektionismus geben und zum anderen müssen die Bedingungen für Produkte eines brasilianischen Unternehmers mit den Bedingungen für importierte Produkte übereinstimmen. Nur so könne eine langfristige Wettbewerbsfähigkeit gewährleistet werden, stellte Campelo heraus. (sg)