Der Unternehmer Paulo Skaf fordert wirtschaftliches und soziales Gleichgewicht / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Miguel Carlos
Der Unternehmer Paulo Skaf fordert wirtschaftliches und soziales Gleichgewicht / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Miguel Carlos

Der Unternehmer Paulo Skaf fordert wirtschaftliches und soziales Gleichgewicht / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Miguel Carlos

Brasilianische Unternehmer, Umweltaktivisten und Parlamentarier starteten gestern (11.06.) ein Parallelprojekt zu der UN-Konferenz Rio+20. Insgesamt beteiligen sich rund 200 Brasilianer an dem Projekt Humanidade 2012 (Menschlichkeit 2012), das den Fokus auf den Menschen an sich legt. Rio+20 legt den Schwerpunkt eher auf nachhaltige Entwicklung und hier vor allem auf nachhaltige Wirtschaft und Umwelt.

Der brasilianische Vizepräsident Michel Temer sagte anlässlich der Eröffnung, es sei notwendig, dass alle zusammen arbeiten, um die Situation der Menschen zu verbessern. Dass Rio+20 sich vor allem auf die Nachhaltigkeit der Umwelt konzentriere sei lobenswert, aber man dürfe nicht vergessen, dass es in erster Linie der Mensch sei, der sich um diese Umwelt kümmere. Zunächst müsse den Menschen geholfen werden, bevor er der Umwelt helfen kann, so Temer. Der Unternehmer Paulo Skaf wies in einer Rede darauf hin, dass nachhaltiges Wachstum, in Bezug auf die Umwelt, nur dann eine Chance habe, wenn es ein Gleichgewicht zwischen wirtschaftlicher und sozialer Entwicklung gebe. Dieses Gleichgewicht könne man nur schaffen, wenn man allen Menschen die gleichen Möglichkeiten zukommen lasse, so Skaf.

In den nächsten zwölf Tagen wird im Rahmen von Humanidade 2012 in Seminaren, Ausstellungen und Diskussionen der wichtige Zusammenhang zwischen Natur, Wirtschaft und dem Menschen thematisiert. Alle Veranstaltungen sind für die Öffentlichkeit zugänglich. (sg)