Auf dem Klimagipfel in Katar sollen unter anderem neue Ziele für die einzelnen Länder festgelegt werden / Copyright: Agência Brasil
Auf dem Klimagipfel in Katar sollen unter anderem neue Ziele für die einzelnen Länder festgelegt werden / Copyright: Agência Brasil

Auf dem Klimagipfel in Katar sollen unter anderem neue Ziele für die einzelnen Länder festgelegt werden / Copyright: Agência Brasil

Brasilien, China und Indien sollen nach Angaben britischer Wissenschaftler im Jahr 2011 mehr Kohlenstoffdioxid ausgestoßen haben als noch im Jahr 2010.

Im Rahmen einer Studie verglichen die Forscher die Werte des Jahres 2010 mit den Werten von 2011. Die CO2-Emissionen Chinas und Indiens erhöhten sich demnach im Vergleich zum Jahr 2010 um 9,9 bzw. um 7,5 Prozent. Dahingegen fällt der Anstieg des Ausstoßes Brasiliens mit 1,5 Prozent zwar relativ gering aus, im internationalen Vergleich liegt Brasilien mit diesem Wert jedoch weit vorne. Würde man die Emissionen in den Pro-Kopf-Verbrauch der jeweiligen Bevölkerung umrechnen, so wäre ersichtlich, dass die drei Schwellenländer unter den Pro-Kopf-Werten der Industrieländer lägen – diese Umrechnung erfolgt jedoch lediglich in der Wissenschaft und nicht in der politischen Realität.

Den Wissenschaftlern zufolge müsse die Welt im Jahr 2012 insgesamt mit einem erneuten Anstieg des CO2-Ausstoßes rechnen. Selbst wenn Regionen wie die USA und die europäische Union ihre Emissionen durchschnittlich um 2,3 Prozent verringern konnten, wird der weltweite Ausstoß von Kohlenstoffdioxid in diesem Jahr ein trauriges Rekordhoch erreichen, erklärten die Forscher. Rund 2,6 Prozent mehr CO2 werde im Jahr 2012 freigesetzt worden sein, so die Forscher. Das bedeutet eine Emission von insgesamt 35,6 Milliarden Tonnen des Giftstoffes. Dieser Wert überragt den CO2-Wert von 1990 um 58 Prozent.

Die Studie der Universität von East Anglia wurde in diesen Tagen im Rahmen des Klimagipfels der Vereinten Nationen in Katar veröffentlicht. (sg)