Im letzten Jahr war es noch zum Treffen zwischen der präsidentoin Dilma Rousseff und dem Vorstandsmitglied von Tranparanec Inernational, Huguette Labelle, gekommen./ Copyright: Agência Brasil
Im letzten Jahr war es noch zum Treffen zwischen der präsidentoin Dilma Rousseff und dem Vorstandsmitglied von Tranparanec Inernational, Huguette Labelle, gekommen./ Copyright: Agência Brasil

Im letzten Jahr war es noch zum Treffen zwischen Präsidentin Dilma Rousseff und dem Vorstandsmitglied von Transparency International, Huguette Labelle (links), gekommen./ Copyright: Agência Brasil

Brasilien hat im Ranking von Korruption weltweit seine Position verschlechtert. Nach Einschätzung der Nichtregierungsorganisation Transparency International (TI) ist Brasilien um drei Positionen vom 69. auf den 72. Platz gefallen. Gemessen wurden 177 Länder in Bezug auf Bestechlichkeit und Nachvollziehbarkeit der Wirtschaftsläufe.

Die am gestrigen Mittwoch (3.12.) der Öffentlichkeit vorgestellte Auflistung gilt als wesentliche Richtlinie für internationale Institutionen und Unternehmen, um sich ein Bild vom Zustand einer Ökonomie zu machen. Neben der Korruption gibt die Liste Auskunft über das Umfeld und die Chancen von Investitionen in einem Land sowie die Glaubwürdigkeit eines Systems. Da Korruption in der Regel schwer belegbar ist, wird nur die Wahrnehmung der Korruption bemessen. Der Korruptionswahrnehmungsindex basiert auf acht Untersuchungen mit Unternehmern, Investoren und Spezialisten wie Forschern oder Marktanalysten.

Gleichwohl Brasilien im Ranking nur knapp hinter dem ersten Drittel liegt, ist das dennoch schwerwiegend. Denn das Land kam in diesem Jahr auf 42 Punkte, einen Punkt weniger als im Jahr zuvor. Gemäß dem Punktesystem von TI zählen Länder mit einer Punktierung unter 50 zu schwerwiegenden Fällen. Je mehr Punkte desto besser.

Wie die brasilianische Tageszeitung Estado de São Paulo in ihrer Online-Ausgabe vom gestrigen 3.12. zitiert, sei das Ergebnis Brasiliens für den Vertreter von Transparency International, Alejandro Salas, keineswegs gut. „Das Land präsentiert sich als eine führende Wirtschaftsmacht weltweit und möchte eine geopolitisch wichtige Rolle einnehmen. Es ist keine gute Nachricht, wenn das Land so weit unten rangiert“, wie Salas betont. (ms)