Außenhandel / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Muhammad Mahdi Karim
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Vor allem Industriegüter werden importiert/ Copyright: Wikimedia Creative Commons, Muhammad Mahdi Karim

Brasiliens Nationaler Bund der Industrie (Confederação Nacional da Indústria, kurz: CNI) gab gestern (14.11.) die Daten für das dritte Quartal dieses Jahres bekannt. Demnach steigt der Import für Konsumgüter weiter an. Insgesamt 21,8 Prozent aller verkauften Inustriegüter sind laut CNI Importprodukte. Im Vergleich zum zweiten Quartal des Jahres stieg der Anteil an importierten Gütern um 0,7 Prozentpunkte an.

Auch in der weiterverarbeitenden Industrie Brasiliens gab es einen Anstieg importierter Produkte. Hier liegt der Anteil  bei 20,3 Prozent und stieg damit um 0,6 Prozentpunkte an. Der größte Zuwachs an Importen war jedoch in dem Sektor der Rohstoffwirtschaft zu erkennen. Im Vergleich zum zweiten Quartal gab es eine Steigerung von 1,5 Prozentpunkte. Damit wurden im dritten Quartal insgesamt 53,4 Prozent der Rohstoffe importiert.

Die CNI gab an, dass der Anstieg der Importe aus dem Wachstum vieler Industrie- und Weiterverarbeitungssektoren resultiere. Beispielhaft nannten Sprecher des Bundes biochemische und pharmazeutische Produkte, die einen Anstieg von 2,3 Prozentpunkte im dritten Quartal vorweisen können. Auch elektronische und informationstechnologische Produkte nahmen um immerhin einem Prozentpunkt zu.

Auf der Exportseite lagen die exportierten Industriegüter im Vergleich zum vorigen Quartal weiterhin konstant bei 19,2 Prozent. Den relativ geringen Anteil führt der CNI auf den hohen internationalen Wettbewerb zurück, bei dem brasilianische Industriegüter noch nicht auf Augenhöhe mithalten können. Anders sieht es in der Rohstoffwirtschaft aus. Dort werden insgesamt 67,3 Prozent der Produkte exportiert. Die Stärke liegt also weiterhin deutlich in den reichen Rohstoffvorkommen Brasiliens. (sg)