Mehr Verkauf und vor allem mehr Produktion von Kleinwagen und LKW im laufdenen Jahr. / Copyright: Agência Brasil
Der Import von Fahrzeugen bleibt hinter den Erwartungen von Experten zurück / Copyright: Agência Brasil

Der Import von Fahrzeugen bleibt hinter den Erwartungen von Experten zurück / Copyright: Agência Brasil

Im ersten Halbjahr dieses Jahres fielen die Importe von Kraftfahrzeugen verglichen mit der selben Periode im Vorjahr in Brasilien um 23 Prozent. Insgesamt wurden zwischen Januar und Juni rund 54.500 Autos importiert, während im letzten Jahr noch knapp 71.000 Fahrzeuge importiert wurden. Die Zahlen veröffentlichte die Brasilianische Vereinigung von Importunternehmen für Kraftfahrzeuge (Associação Brasileira de Empresas Importadoras de Veículos Automotores, kurz: Abeiva) gestern (23.07.).

Im Juni verzeichneten die Importe den bislang größten Rückgang. Um 14 Prozent sank die Anzahl an importierten Fahrzeugen innerhalb eines Monats. Im Juni 2012 wurden noch 11.100 Autos eingeführt, während im Juni 2013 lediglich 9.600 nach Brasilien importiert wurden. Der Präsident der Abeiva, Flávio Padovan, erklärte die sinkende Zahl damit, dass im Jahr 2012 noch Fahrzeuge importiert wurden, die bereits im Jahr zuvor, also 2011, bestellt worden seien – damals habe es noch keine Erhöhung der Steuer für Industrieprodukte (Imposto sobre Produtos Industrializados, kurz: IPI) gegeben. Seit diese Steuer angehoben wurde, sei nun der verstärkte Rückgang zu vermerken.

Die erhobenen Daten der Abeiva zeigten außerdem, dass auch die industriellen Montageunternehmen für Kraftfahrzeuge im diesjährigen ersten Halbjahr rund 14 Prozent weniger umsetzten als noch im Vorjahr.

Die Automobilindustrie habe Anfang des Jahres mit rund 150.ooo Fahrzeugimporten gerechnet, berichtete Padovan. Diesen Wert habe man nun aufgrund der aktuellen Daten auf 120.000 nach unten korrigiert. Nach einem eher verhaltenen Start im ersten Semester rechnet die Abeiva im August nun mit einem monatlichen Verkauf von 10.000 importierten Fahrzeugen. (sg)