Sitzungsraum der ECOSOC / Copyright: Wikipedia, Creative Commons, Kjetil Ree

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Am vergangenen Montag wurde Brasilien für eine Amtszeit von drei Jahren in den Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen (Economic and Social Council, kurz: ECOSOC) gewählt. Brasilien erhielt 186 von 191 möglichen Stimmen und übertraf damit das Ergebnis der vergangenen Wahl im Jahr 2007 (182 Stimmen). Insgesamt wurden 18 neue Mitgliedsstaaten gewählt, darunter aus dem Raum Lateinamerika und Karibik die Dominikanische Republik, El Salvador und Kuba, die jetzt Teil des Wirtschafts- und Sozialrates sind.

In der Kategorie der westlichen Staaten erhielt auch Deutschland, neben Frankreich, Spanien, Irland und der Türkei ausreichende Stimmen. Die ECOSOC gehört zu einer der Hauptorganisationen der Vereinten Nationen (UN), mit Sitz in New York  und besteht aus 54 Mitgliedsstaaten. Das Organ engagiert sich auf wirtschaftlicher und sozialer Ebene und ist zudem für die Themen Gesundheit, Bildung und Menschenrechte zuständig und setzte sich dafür ein, den Lebensstandard weltweit anzuheben.

Weiterhin ist die ECOSOC für das Erreichen und Überprüfung der Milleniumsziele, wie die Bekämpfung des Hungers sowie die Stärkung der Rolle der Frauen, verantwortlich. Daneben wird die Unterstützung von Staaten nach unmittelbarem Ende eines Konfliktes gemeinsam mit dem UN-Sicherheitsrat koordiniert. Die Mitgliedsstaaten sind in fünf Regionalgruppen, Afrika, Asien, Osteuropa, Lateinamerika und Karibik und Westeuropa unterteilt. Nichtindustrialisierte Länder sind in diesem UN-Organ verhältnismäßig stark repräsentiert. (gp)