Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff beim fünften IBSA-Gipfeltreffen / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff beim fünften IBSA-Gipfeltreffen / Copyright: Agência Brasil

Die Verschärfung der internationalen Wirtschaftskrise war beim IBSA-Gipfeltreffen, dem Zusammenschluss von Indien, Brasilien und Südafrika, das zentrale Thema. Auch die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff nahm daran teil. Gestern (18.10.) hat die Gruppe in Pretoria (Südafrika) eine Erklärung veröffentlicht, die die besorgniserregende internationale Wirtschaftslage thematisiert.

Außerdem halten die Staatschefs der Schwellenländer es für unabdinglich, dass die Industrieländer spezifische wirtschaftliche Maßnahmen treffen und dabei die gering verdienende Bevölkerung nicht außer acht lassen. Im Zuge dessen verlangen sie von Europa, effizientere Vorkehrungen gegen Armut zu treffen. Dazu gehören auch strukturelle Reformen in der Euro-Zone. Dies seien die nötigen Schritte, um negative Folgen für die Weltwirtschaft zu verhindern.

Die bisher getroffenen Maßnahmen hält die IBSA für ungenügend. Demnach seien die Lösungen auf nationaler Ebene und die strukturellen Reformen für das Wachstum vieler Industrieländer und nicht-industrialisierter Länder unzureichend, heißt es in der Erklärung.

Als Lösungsansatz für die verschuldeten Länder schlägt die IBSA steuerliche Anpassungen vor. Zudem sehen sie die Notwendigkeit, die einzelnen getroffenen Maßnahmen der G20-Länder besser miteinander zu koordinieren, sodass eine neue Rezession verhindert und eine beständige Erholung gesichert ist. Weiterhin empfiehlt die IBSA, sich an das Abkommen Basel III zu halten, ein nach der Finanzkrise 2007 beschlossenes Reformpaket mit dem Ziel der Bankenregulierung. (gp)