Die Industrieunternehmen sind in diesem Jahr weiterhin vorsichtig mit Investitionen / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Bitjungle
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Die Industrieunternehmen gehen in diesem Jahr weiterhin vorsichtig mit Investitionen um / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Bitjungle

Fast die Hälfte der in der Industrie tätigen brasilianischen Unternehmen haben in diesem Jahr Hemmungen, Investitionen zu tätigen. Dies geht aus der Investitionsumfrage (Sondagem de Investimentos) der Getúlio Vargas-Stiftung (Fundação Getulio Vargas, kurz: FGV) hervor, die im April und Mai dieses Jahres durchgeführt wurde.

Im Rahmen der Umfrage gaben rund 46 Prozent der Betriebe des verarbeitenden Industriesektors an, in diesem Jahr keine produktivitätssteigernden Investitionen machen zu können. Im Vergleich zum letzten Jahr stieg dieser Wert um drei Prozentpunkte an und ist damit der höchste seit 2009. Damals, im Jahr der weltweiten Finanzkrise, fühlten sich rund 89 Prozent der Industrieunternehmen nicht in der Lage, angemessen zu investieren.

Das größte Hindernis für die Unternehmer sind laut Umfrage fehlende finanzielle Mittel. 39 Prozent der Befragten gaben diesen Punkt als Hauptgrund für die Zurückhaltung von Investitionen an. Im letzten Jahr gaben noch rund 46 Prozent aller Unternehmer diesen Faktor als ausschlaggebendes Hemmnis an. Der zweithäufigste Aspekt ist laut der Industrieunternehmen die Steuerlast, die im Falle einer Investition von dem Unternehmen getragen werden muss. Weitere Punkte, die die Befragten daran hindern Investitionen zu tätigen, ist die unsichere Nachfrage. Rund 31 Prozent fürchten in diesem Jahr einen Einbruch der Nachfrage. 2012 waren es noch 34 Prozent gewesen.

Die FGV erfragte ebenfalls Motive der Unternehmen, die für Investitionen sprächen. Die Teilnehmer der Umfrage nannten in diesem Zusammenhang die Verbesserung der Produktivität durch neue Technologie und Maschinen und eine generelle Erweiterung der Produktionskapazität. (sg)