Geldwäsche wird ab sofort mit höheren Geldstrafen geahndet / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Thavlosk

Kredite steuern die Geldmenge und diese bestimmt über die Inflationshöhe / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Thavlosk

Die im August gestiegene Inflation in Brasilien ist eine eindeutige Folge der Geldpolitik der vergangenen Wochen und Monate. So hat die Politik der niedrigen Zinsen mehr Geld in den Umlauf gebracht und dies schürt derzeit zum Teil Inflationsängste, nicht nur innerhalb der Bevölkerung. Gleichzeitig ist die Politik des billigen Geldes eines der erfolgreichen Faktoren für die wirtschaftliche Entwicklung Brasiliens in den vergangenen Monaten. So war es auch nach Ansicht von Ökonomen aus verschiedenen Institutionen der richtige Weg, den die Regierung Dilma Rousseff genommen hat, um die Wirtschaftskraft Brasiliens auch in den Zeiten der internationalen Krise zu stärken.

Derzeitige Schätzungen lassen eine Inflation von 5,2 Prozent auf das Jahr erwarten. Dies ist nach Ansicht vieler Ökonomen eine verkraftbare Größenordnung, auch da die wirtschaftliche Entwicklung insgesamt die Wirkung der Preissteigerungen kompensieren wird.

Viele der Ökonomen geben zu bedenken, dass jetzt die Auswirkungen der ersten Zinssenkungen von vor neun Monaten sich bemerkbar machen. Damit steigt aber auch das Risiko, dass sich die Inflation noch beständig erhöhen könnte, denn die Zinsen wurden in den letzten Monaten fast im monatlichen Rhythmus auf neue Tiefstände gesenkt. Aufgabe der Regierung ist nach Ansicht der Ökonomen nun, die Inflation auf jedem Fall im Auge zu behalten. Sobald sich wieder ein kräftiges Wachstum einstellt, kann nach Ansicht vieler Ökonomen die Regierung auch wieder auf die Inflation mit einer Politik höherer Zinsen reagieren. Da noch nicht klar ist, wann die getroffenen Maßnahmen auch auf die wirtschaftliche Entwicklung ihre volle Wirkung entfalten, braucht es derzeit Ruhe und Gelassenheit – auch bei einer steigenden Inflation. Dies jedenfalls ist die Empfehlung und man wird spätestens Ende des Jahres feststellen, ob sich ihre Prognosen und Einschätzungen bewahrheitet haben. (mas)



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