Der brasilianische Finanzminister, Guido Mantega, sieht die hohe Inflation der letzten Monate als überwunden an / Copyright: Agência Brasil
Der brasilianische Finanzminister, Guido Mantega, sieht die hohe Inflation der letzten Monate als überwunden an / Copyright: Agência Brasil

Der brasilianische Finanzminister, Guido Mantega, sieht die hohe Inflation der letzten Monate als überwunden an / Copyright: Agência Brasil

Nachdem die Inflation Brasiliens am Jahresanfang aufgrund der relativen hohen Nahrungsmittelpreise recht hoch war, ist nun eine stetiger Rückgang zu beobachten. Dies bestätigte der brasilianische Finanzminister Guido Mantega gestern (12.06.). Er erklärte weiter, dass die Preise für Grundnahrungsmittel sich mittlerweile wieder auf einem normalen Niveau eingependelt hätten und so kein Risiko mehr bestehe, dass der brasilianische Verbraucherpreisindex (Índice de Preços ao Consumidor Amplo, kurz: IPCA) sein Jahresziel von 6,5 Prozent überschreiten wird.

Mit dem Beginn der Ernte vieler Agrarprodukte wie beispielsweise Mais und Soja sanken die Lebensmittelpreise, sodass keinerlei Druck mehr auf den Index ausgeübt würde. Die Inflation der Lebensmittel sei nun endgültig überwunden, betonte Mantega. Auch die Preise von Tomaten und Maniokmehl, Produkte die am Jahresanfang einen extrem hohen Preisanstieg verzeichneten, hätten sich mittlerweile wieder erholt.

Der IPCA habe in den vergangenen Wochen einen Senkungsprozess erfahren, dessen Tendenz sich auch in den kommenden Monaten fortsetzen werde, versicherte der Finanzminister. Im März lag der IPCA bei 0,55 Prozent, im April sank er auf 0,37 Prozent. Es werde eventuell kleinere Schwankungen geben, dies sei aber normal und völlig unbedenklich, so der Politiker. Alles in allem zeigte sich Guido Mantega äußerst optimistisch. Man könne die hohe Inflation schon bald der Vergangenheit zurechnen und der Zukunft wieder positiv entgegen blicken. (sg)