Die brasilianische Bundespolizei PF ermittelt derzeit gegen zwei Banden, die Kreditkarten fälschen / Copyright: Agência Brasil
Die brasilianische Bundespolizei PF ermittelt derzeit gegen zwei Banden, die Kreditkarten fälschen / Copyright: Agência Brasil

Die Inflation ist in der Zentralbank ein viel diskutiertes Thema / Copyright: Agência Brasil

Im Auftrag der brasilianischen Zentralbank (Banco Central, kurz: BC) haben Forschungsinstitute im Rahmen von zahlreichen Studien einen Anstieg der Inflation prognostiziert. Der Verbraucherpreisindex soll demnach im kommenden Jahr bei 5,98 Prozent liegen, während er in diesem Jahr relativ stabil bei 5,73 Prozent lag. Die Prognosen befinden sich zwar immer noch unter der von der Zentralbank festgelegten Obergrenze von 6,5 Prozent für die Inflation, sie überschreitet aber das Ziel von 4,5 Prozent deutlich.

Carlos Hamilton Araújo, Direktor für Wirtschaftspolitik der BC, erklärte, dass man damit rechnen müsse, dass das Ziel von 4,5 erstmal nicht erreicht werden würde. Er sei jedoch sicher, dass die Regierungsmaßnahmen, die innerhalb des letzten Jahres getroffen wurden, schon bald greifen und sich positiv auf die brasilianische Wirtschaftsleistung auswirken werden. Im vergangenen Jahr waren durch die Zentralregierung in Brasília Steuererleichterungen und Zinssenkungen in verschiedenen Wirtschaftssektoren ausgesprochen worden. Im kommenden Jahr rechnen Experten dennoch mit einer Inflation von 5,6 Prozent, im darauffolgenden Jahr 2015 mit 5,8 Prozent.

Um die Inflation jedoch weiterhin unter Kontrolle zu halten bedient sich die Zentralbank der Senkung, bzw. Erhöhung des Basisleitzinses (Selic). Erhöht die BC den Selic so werden die Brasilianer mehr Geld sparen als zuvor, die Nachfrage nach Produkten sinkt also, wodurch wiederum die Preise gesenkt werden. Die niedrigeren Preise führen wiederum zu einer gesteigerten Nachfrage. Momenten liegt der Selic bei 10 Prozent. 2013 hatte die BC den Basisleitzins in mehren Schritten um insgesamt 2,5 Prozent angehoben. Eine Leitzins-Prognose für das kommende Jahr wollten Experten noch nicht treffen. (sg)