Die Lebensmittelpreise verzeichneten den stärksten Anstieg im September/ Copyright: Wikimedia Creative Commons
Die Lebensmittelpreise verzeichneten den stärksten Anstieg im September/ Copyright: Wikimedia Creative Commons

Die Lebensmittelpreise verzeichneten den stärksten Anstieg im September/ Copyright: Wikimedia Creative Commons

Brasiliens Waren werden teurer. Entsprechend dem aktuellen Verbraucherindex stieg die Inflationsrate im September um 0,57 Prozent gegenüber einem Anstieg von 0,41 Prozent im August diesen Jahres, teilte am vergangenen Freitag (05.10.) das Nationale Statistikinstitut (Intituto Brasileiro de Geografia e Estadística, kurz: IBGE) mit.

Den September miteinbezogen betrug die Teuerungsrate für Waren in diesem Jahr somit insgesamt 3,77 Prozentpunkte. Wie das Institut mitteilte, lag dieser Wert jedoch noch weit unter den 4,97 Prozentpunkten, die für den gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres errechnet wurden.

Maßgeblich verantwortlich für den Anstieg in diesem Jahr war die Teuerungsrate bei den Lebensmitteln. Hier war mit 1,26 Prozent insgesamt der stärkste Anstieg zu verzeichnen. Gegenüber dem Vormonat verteuerten sich brasilianische Lebensmittel im allgemeinen somit um 0,88 Prozentpunkte.

Am stärksten waren diese Veränderungen bei den Preisen für Kartoffeln (+21,61 Prozent), Zwiebeln (+16,81 Prozent), Manjokwurzeln (+11,26 Prozent) und Reis (+8,21 Prozent) zu verzeichnen. Infolge der weltweit gestiegenen Futtermittelpreise stieg auch die Teuerungsrate für Fleisch um 2,27 Prozentpunkte.

Die Lebensmittelpreise waren zuletzt weltweit angestiegen, nachdem eine Dürreperiode die Ernte in den USA stark beeinträchtigt hatte.

Auch jenseits der Lebensmittelpreise gab es einen Anstieg bei den Ausgaben gegenüber dem Vormonat. So erhöhten sich die Kosten für Energie, Gas und Miete um insgesamt 0,71 Prozentpunkte. Lediglich die Transportkosten verzeichneten keinen Anstieg, was den generellen Trend etwas abschwächte.

Der Anstieg der Inflationsrate verteilte sich jedoch auch innerhalb Brasiliens keinesfalls gleichmäßig. So betrug der Anstieg bei den Lebensmittelpreisen in den nordöstlichen Metropolen Recife und Fortaleza jeweils bis zu 2,01 und 2,04 Prozentpunkten, während in Curitiba, im südlichen Bundesstaat Paraná, lediglich 0,9 Prozent zu verzeichnen waren.

Die Zentralbank erhöhte nun auch ihre Schätzung für die jährliche Inflationsrate auf 5,36 Prozent, senkte jedoch ihre Prognose für das kommende Jahr auf 5,48 Prozent.

Das ausgesprochene Ziel der brasilianischen Regierung für die Inflation liegt bei einem Jahreswert von 4,5 Prozent, plus minus zwei Prozent. (er)