Mitarbeiter der Hochschulen erachten die Qualität der Universitäten als verbesserungswürdig / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Torben
Die Überwachung und Regulierung von Hochschulen soll durch ein Institut verstärkt werden / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Torben

Die Überwachung und Regulierung von Hochschulen soll durch ein Institut verstärkt werden / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Torben

In der brasilianischen Abgeordnetenkammer (Câmara dos Deputados) wird zur Zeit über die Gründung eines nationalen Instituts zur Überwachung und Regulierung des Hochschulwesens (Instituto Nacional de Supervisão e Avaliação da Educação Superior, kurz: Insaes) diskutiert.

Das Insaes würde dem Bildungsministerium (Ministério da Educação, kurz: MEC) direkt unterstehen und neben der Beaufsichtigung der Hochschulen auch für die Zertifizierung und Eingliederung neuer Universitäten und Fachschulen verantwortlich sein. Weitere Aufgaben des Instituts würden zukünftig die Überprüfung der Abschlussklausuren und die Verwaltung der Universitäten im Falle von Fusionen oder Abspaltungen sein. Außerdem soll das Insaes über die Anzahl der Studienplätze und mögliche Neugründungen und Abschaffungen von Studiengängen entscheiden können. Die Abgeordneten diskutierten zusätzlich die Möglichkeit einer Erhebung von Geldstrafen durch das Institut gegenüber Universitäten, die den nationalen Qualitätsstandards nicht gerecht werden.

Das Bildungsministerium will im Zuge der Gründung des Inaes 300 neue Spezialisten zur Überwachung und Regulierung des Hochschulwesens einstellen. Davon sollen 150 Angestellte administrativ arbeiten und 50 für einen reibungslosen technischen Ablauf sorgen.

Madalena Guasco, Koordinatorin  des Nationalen Bundes der Angestellten in Bildungseinrichtungen (Confederação Nacional dos Trabalhadores em Estabelecimentos de Ensino), würde das Inaes begrüßen. Es sei enorm wichtig, dass das Bildungsministerium seine Kontrolle und Überwachung über das Hochschulwesen ausbaut und intensiviert, erklärte Guasco. Bevor das Institut jedoch endgültige und offizielle Zustimmung erhält, müssen die noch offenen Fragen zur Finanzierung geklärt werden. (sg)