Durch den neuen Beschluss der CAMEX kann Weizen weiterhin ohne Einfuhrzoll importiert werden / Copyright: Agência Brasil
Durch den neuen Beschluss der CAMEX kann Weizen weiterhin ohne Einfuhrzoll importiert werden / Copyright: Agência Brasil

Durch die Anater soll mehr Struktur in den gesamten Landwirtschaftssektor gebracht werden / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Kommission für Verfassung und Justiz (Comissão de Constituição e Justiça) hat gestern (06.11.) der Etablierung einer Nationalen Vertretung für Technische Hilfe von ländlichen Gebieten (Agência Nacional de Assistência Técnica e Extensão Rural, kurz: Anater) zugestimmt.

Die Vertretung soll unter anderem Programme koordinieren, die Kleinbauer unterstützen. So sollen beispielsweise technologische Innovationen zur Verbesserung der landwirtschaftlichen Arbeit subventioniert werden. Außerdem soll ihnen Know-how durch Experten vermittelt werden, um Arbeitsprozesse zu optimieren. Anater soll auch zwischen den Kleinbauern, privaten Unternehmen und öffentlichen Institutionen vermitteln. In der Vergangenheit hatte es in der Kommunikation oft Probleme gegeben. Eine weitere Aufgabe von Anater soll die Vereinheitlichung von Verwaltungsprozessen im Agrarsektor sein. Dies soll bisherige komplizierte Prozesse vermeiden.

Der Präsident und die drei Direktoren der Vereinigung sollen für eine Amtszeit von vier Jahren von der brasilianischen Präsidentin Dilma Rousseff ernannt werden. Sämtliche andere Mitarbeiter sollen durch einen öffentlichen Bewerbungsprozess ausgewählt werden. Dadurch wolle man einen weitestgehend autonomen Service etablieren, der demokratisch geführt und kontrolliert werde, erklärte der Senator José Pimentel.

Der Senator Álvaro Dias hingegen kritisierte das Vorhaben. Die Schaffung eines weiteren Organs innerhalb der brasilianischen Regierung verkompliziere die Prozesse nur noch weiter. Immer mehr Institutionen führten zu einem unübersichtlichen Bürokratieapparat. (sg)