Eine Arbeitsgruppe will die Logistik in und um Häfen verbessern / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Claus Bunks
Die Distribution der Agrarprodukte soll künftig auf nördliche Häfen ausgeweitet werden / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Claus Bunks

Die Distribution der Agrarprodukte soll künftig auf nördliche Häfen ausgeweitet werden / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Claus Bunks

In der letzten Zeit hatten Politiker und Wirtschaftsexperten mit dem Problem zu kämpfen, dass die Häfen Paranaguá und Santos in Brasiliens Süden durch die Distribution von Agrarprodukten stark, teilweise deutlich zu stark, belastet wurden. Carlos Eduardo Tavares, Leiter der Nationalen Gesellschaft für Versorgung (Companhia Nacional de Abastecimento, kurz: Conab), erklärte, dass bei einer Ernte landwirtschaftlicher Produkte von 87 Millionen Tonnen Soja allein 30 Millionen Tonnen über die beiden südlichen Häfen abgewickelt werden. Dies sei eindeutig zu hoch, betonte er, normalerweise würden Produkte innerhalb von einem Tag abgefertigt werden. Bei den südlichen Häfen dauerte es aufgrund der Überlastung teilweise bis zu fünf Tage.

Die Lösung liegt laut Experten nun in den Häfen, die im Norden des Landes liegen. Zukünftig soll ein großer Teil der Landwirtschaftsprodukte über die Häfen in Santarém und São Luís verteilt werden. Diese Häfen lägen geografisch ohnehin näher an den Mais- und Sojaproduzierenden Regionen im zentralen Westen Brasiliens.

Um die beiden Häfen im Norden jedoch tatsächlich effizient nutzen zu können, müssen die Bauarbeiten an dem Nord-Süd-Schienennetz beendet werden, damit ein schneller Transport gewährleistet werden kann. Ohnehin muss Brasilien künftig deutlich höhere Investitionen in die Infrastruktur tätigen. Dies verlangt der Anstieg an landwirtschaftlicher Produktion, die mit größeren Exporten eine logistische Herausforderung darstellt. (sg)