Medikamentenlieferungen sind Teil der brasilianischen Unterstützung für Haiti / Copyright: Agência Brasil

Medikamentenlieferungen sind Teil der brasilianischen Unterstützung für Haiti / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff wird am 01. Februar Haiti besuchen. Der Besuch soll der Intensivierung der brasilianischen Zusammenarbeit mit Haiti und dem Ausbau der Partnerschaft in den Bereichen Gesundheit, Landwirtschaft, Capacity Development sowie der Unterstützung zum Bau eines Wasserwerks im Süden des Landes dienen.

Noch immer habe Haiti, welches das ärmste Land auf dem amerikanischen Kontinent ist, Schwierigkeiten bei den Wiederaufbauarbeiten der Zerstörungen, die durch das Erdbeben 2010 entstanden waren. Des Weiteren gilt Haiti als ein Land mit sehr instabiler Politik und vielen Spannungen, auch der Präsident Haitis, Michel Martelly, hat seither weitestgehend ohne Unterstützung aus dem eigenen Parlament auskommen müssen.

Zu einem Zeitpunkt wie diesem, in dem sich Haiti noch immer in einer prekären Lage befindet, habe der Besuch der brasilianischen Präsidentin vor allem einen sinnbildlichen Charakter, gaben Berater der Präsidentin an, die die Vorbereitung ihrer Reise übernehmen.

Brasilien möchte sich weiter als Vorreiter hinsichtlich der Hilfestellung für das Land behaupten und Haiti diese Bereitschaft zusichern. Die Unterstützung der Brasilianer hat in Haiti bereits eine längere Geschicht und schon während vergangener Regierungen hat es Partnerschaftsprojekte zwischen beiden Ländern gegeben. Diese sollen nun unter der Regierung Rousseff zusätzlich verstärkt werden. Dabei solle sich, laut Rousseff, die internationale Unterstützung nicht auf militärische Aktionen beschränken, sondern müsse sich verstärkt dem sozialen Bereich annehmen. Auch Spezialisten schlugen vor, dass die Projekte, die Hunger und Armut in Brasilien bekämpfen, auch in Haiti angewandt werden könnten. (jv)