Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff mit dem chilenischen Präsidenten Sebastián Piñera / Copyright: Agência Brasil
Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff mit dem chilenischen Präsidenten Sebastián Piñera / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff mit dem chilenischen Präsidenten Sebastián Piñera / Copyright: Agência Brasil

Am vergangenen Freitag (26.01.) nahm die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff am ersten Gipfeltreffen der Gemeinschaft der Lateinamerikanischen und Karibischen Staaten (CELAC) und der Europäischen Union in der chilenischen Hauptstadt Santiago teil.

Der chilenische Präsident Sebastián Piñera nahm das Thema der interozeanischen Handelswege zwischen Chile und Brasilien mit der Präsidentin wieder auf. Die beiden Länder trennen keine Grenzen, sondern der Pazifische und Atlantische Ozean, was man als Vorteil nutzen müsse. Zu Beginn wolle Rousseffs mit der Integration der Haupthäfen beginnen. Dabei hob Rousseff die besonderen Freundschaftbeziehungen der beiden Länder hervor, die im Laufe der Jahre aufrechtherhalten wurden, da viele Brasilianer zur Diktaturzeit nach Chile ins Exil gegangen seien. „Diese uneingeschränkte Freundschaft wird nun zu einer Freundschaft ohne Grenzen.“

Des Weiteren schlossen die beiden Präsidenten Verträge zur Zusammenarbeit in der Bildung und dem kulturellen Austausch ab. Auch wurden neue mögliche Partnerschaften thematisiert, so zum Beispiel im Energiesektor im Bereich der erneuerbaren Energien, Wasserkraftwerke und Biomasse. Was die Zusammenarbeit in Wissenschaft und Technik angeht, garantierte Piñera, dass brasilianische Forscher in der Antarktis die chilenische Basisstation mit nutzen könnten bis die brasilianische, 2012 durch einen Brand zerstörte Station, wiederaufgebaut ist.

In Santiago standen noch weitere bilaterale Treffen auf der Tagesordnung, so zum Beispiel mit dem mexikanischen Präsidenten Enrique Peña Nieto und der Bundeskanzlerin Angela Merkel. Einige Treffen sagte Rousseff allerdings ab, um nach Brasilien zurückkehren zu können und den Opfern und Familienangehörigen der Brandkatastrophe eines Nachtclubs in Santa Maria, bei dem mehr als 200 Menschen umkamen, beistehen zu können. (ds)