Die Nutzung des Internets in Brasilien nimmt insgesamt zu / Copyright: Wikimedia Creative Commons, picture man
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In Brasilien nutzen rund 80,9 Millionen Menschen das Internet. Dies bestätigte gestern (20.06.) eine Erhebung des Studienzentrums für Informationstechnologie und Kommunikation (Centro de Estudo sobre as Tecnologias da Informação e da Comunicação, kurz: Cetic.br). Seit 2008 ist die Anzahl der Internetnutzer laut Experten um 15 Prozentpunkte von 34 Prozent auf 49 Prozent gestiegen.

Neben den steigenden Werten deckte die Studie jedoch auch auf, dass es beim Internetzugang für die Bevölkerung aus wirtschaftlich schwächeren Klassen und für die Landbevölkerung weiterhin große Schwierigkeiten gibt. Ganze 80 Prozent, rund 68 Millionen Menschen, der unteren Einkommensschichten, die sogenannten Klassen D und E,  haben keinen Zugang zum Internet. Die meisten Befragten dieser sozialen Schicht gaben zu hohe Kosten als Grund für die Nichtnutzung des Internets an. In den ländlichen Gebieten Brasiliens haben laut der Studie lediglich knapp zehn Prozent der Menschen Internetzugang, während es im städtischen Raum bereits 44 Prozent sind. Einen Anstieg der Internetnutzung hat es laut Cetic jedoch in den Mittelschicht-Klassen B und C gegeben. In den letzten fünf Jahren stieg die Nutzung in der Klasse B um zwanzig Prozentpunkte von 58 Prozent auf 78 Prozent an.

Der Leiter des Cetic, Alexandre Barbosa, erklärte, dass sich das Internet vor allem in den wirtschaftlich starken Regionen Brasiliens, also im Süden und Südosten, weiter verbreite. Um allen Brasilianer künftig Breitbandinternet zur Verfügung stellen zu können, müsse man andere Wege einschlagen. Die Netzbetreiber müssten ihre Versprechungen, das Netz auch auf die ländlichen Zonen auszubreiten, endlich umsetzen. (sg)