Der Gesundheitsminister Alexandre Padilha spricht über die neuen Maßnahmen zur Bekämpfung von AIDS / Copyright: Agência Brasil
Der Gesundheitsminister Alexandre Padilha spricht über die neuen Maßnahmen zur Bekämpfung von AIDS / Copyright: Agência Brasil

Der Gesundheitsminister Alexandre Padilha spricht über die neuen Maßnahmen zur Bekämpfung von AIDS / Copyright: Agência Brasil

Das brasilianische Gesundheitsministerium kündigte am gestrigen Weltaidstag neue Maßnahmen zur Aidsbekämpfung an. Ab 2014 wird das Pilotprojekt starten mit Investitionen in Höhe von 1,3 Milliarden Reais. Ausgewählt wurden die Bundesstaaten Rio Grande do Sul und Amazonas, da dort die höchste Aidsrate und Sterberate an dieser Krankheit aufzuweisen war. Laut Angaben des Ministeriums sollen im Rahmen des Projekts Medikamente für den täglichen Gebrauch an Personen von Risikogruppen verteilt werden.

Eine weitere Maßnahme sei das Bereitstellen von Medikamenten in Gesundheitsstationen, die 72 Stunden nach dem Kontakt mit dem Virus genommen werden können, um die Ausbreitung dieses zu verhindern. Derartige Medikamente werden derzeit bereits von Ärzten genommen, die durch einen Unfall mit dem HIV-Virus in Berührung kamen.

Außerdem sollen in Zukunft Personen sofort behandelt werden, die den HIV-Virus aufweisen. Zuvor hatte man nur diejenigen Personen ins System mit aufgenommen, die bereits an Aids erkrankt waren. Mit dieser Maßnahme ziele man auf die Verbesserung der Lebensqualität der Patienten ab sowie auf die Reduzierung der Ansteckung weiterer Personen um 96 Prozent.

Auch bezüglich der Diagnose sollen Vereinfachungen vorgenommen werden. So genehmigte das Gesundheitsministerium den Verkauf von Aidsschnelltests in Apotheken ab Februar 2014. Damit wolle man erreichen, dass die Krankheit frühestmöglich erkannt und die Behandlung begonnen werden kann. (ds)