Die Gelbfiebermücke ist hauptsächlicher Überträger von Dengue-Fieber / Copyright: Wikipedia, gemeinfrei
Die Gelbfiebermücke ist hauptsächlicher Überträger von Dengue-Fieber / Copyright: Wikipedia, gemeinfrei

Die Gelbfiebermücke ist hauptsächlicher Überträger von Dengue-Fieber / Copyright: Wikipedia, gemeinfrei

Das brasilianische Gesundheitsministerium kündigte gestern (08.01.) an, dass es 173,2 Millionen Reais (ca. 64,75 Millionen Euro) für alle Gemeinden Brasiliens zur Bekämpfung des Dengue-Fiebers zur Verfügung stellt. Davon gehen 143,6 Millionen an die Gemeinden und 29,7 Millionen Reais direkt an die staatlichen Gesundheitsbehörden. Das Geld soll in Aktionen zur Bekämpfung der Gelbfiebermücke genutzt werden, die den Erreger überträgt. Es wird nach Kriterien wie Bevölkerung und Lage der Regionen verteilt.

Die Gemeinden müssen die Richtlinien des Gesundheitsministeriums erfüllen. Darunter befindet sich eine angemessene Anzahl von Kontrollpersonal, durch das regelmäßige Hausbesuche garantiert werden. Des Weiteren sollen Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen auf dem Land angewandt werden. Auch sei eine Aufklärungskampagne durch die Medien wichtig, um schwere Fälle von Dengue erkennen zu können.

Laut des Gesundheitsministeriums konnten in Brasilien im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2010 schwere Fälle der Krankheit um 77 Prozent reduziert werden. Auch die Sterberate sank um 57 Prozent. 2012 erlagen 283 Menschen dem Dengue-Fieber, während es 2010 656 waren. Unter den Bundesstaaten mit dem größten Rückgang befinden sich Roraima (99 Prozent), São Paulo (97 Prozent), Rondônia (96 Prozent), Minas Gerais (95 Prozent), Mato Grosso do Sul und das Amazonasgebiet (94 Prozent). Im gleichen Zeitraum konnte allerdings auch ein Anstieg von schweren Dengue-Vorkommen festgestellt werden, so zum Beispiel in Paraíba (36 Prozent) und Amapá (27 Prozent). (ds)