Dilma Rousseff unterstützt die Ausbildung technischer Berufe / Copyright: Agência Brasil

Dilma Rousseff unterstützt die Ausbildung technischer Berufe / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff befürwortete gestern (24.10.) das Programm für den Zugang zur technischen Ausbildung und zu Arbeitsplätzen (Programa Nacional de Acesso ao Ensino Técnico e ao Emprego, kurz: Pronatec) und erklärte, dass es die größte Reform zur beruflichen Bildung sei, die es in Brasilien je gegeben habe. Pronatec ermöglicht jungen Menschen Stipendien und finanzielle Unterstützung für Kurse, mit denen sie berufliche Qualifikationen erlangen können. Das Reformpaket wurde in der letzten Woche vom Senat bewilligt.

In der wöchentlichen Sendung „Kaffee mit der Präsidentin“ (Café com a Presidenta) hob Rousseff hervor, dass bis zum Jahre 2014 24 Milliarden Reais (ungefähr 10 Milliarden Euro) in das Projekt investiert werden. Die brasilianische Regierung erwartet, dass auf diese Weise acht Millionen neue Ausbildungsplätze in technischen Ausbildungsberufen entstehen. Demnach seien 5,6 Millionen freie Stellen für die Weiterbildung von Arbeitern und 2,4 Millionen Ausbildungsplätze für Absolventen der Oberschule gedacht, mit einer Ausbildungszeit von einem Jahr.

Dafür werden 208 neue staatliche Institutionen eingerichtet, in denen die Jugendlichen und Angestellten ausgebildet werden, 35 davon werden bereits in diesem Jahr ihre Tätigkeit aufnehmen. Außerdem führte die brasilianische Präsidentin an, 1,7 Milliarden Reais (ca. 700 Millionen Euro) in den Bau von Schulen mit einem technischen Zweig zu investieren und finanzielle Hilfen für die Ausstattung von 543 staatlichen Schulen bereitzustellen. 30 Prozent der finanziellen Ressourcen werden in die nordöstliche Region des Landes fließen, so Dilma Rousseff. (gp)