Brasilien investiert in Vorbeugung von Umweltkatastrophen

09.08.2012 | Politik |
Mehr als 900 Menschen kamen bei den Erdrutschen im Januar 2011 im Bundesstaat Rio de Janeiro ums Leben / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Andrevruas

Mehr als 900 Menschen kamen bei den Erdrutschen im Januar 2011 im Bundesstaat Rio de Janeiro ums Leben / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Andrevruas

Die brasilianische Regierung will 18,8 Milliarden Reais (rund 7,4 Milliarden Euro) in Maßnahmen zur Vorbeugung von Umweltkatastrophen investieren. Dabei soll der Großteil des Geldes für Beobachtungs- und Frühwarnsysteme aufgewendet werden. Seit 2007 wurden bereits 27,6 Milliarden Reais (rund 10,9 Milliarden) investiert. Insgesamt würden so bis zum Jahr 2014 ca. 46 Milliarden Reais (18,2 Milliarden Euro) zur Vorbeugung verwendet.

Nach verheerenden Erdrutschen im Bundesstaat Rio de Janeiro im Januar 2011, bei dem mehr als 900 Menschen zu Tode kamen, will die brasilianische Regierung alle möglichen Vorkehrungen treffen, um ein katastrophales Ausmaß dieser Art in Zukunft zu verhindern.

Ein Teil des Geldes wird für Sanierungsarbeiten des zerstörten Küstenstreifens verwendet. Bis 2014 werde die Regierung rund 2,6 Millarden Reais (rund eine Milliarde Euro) für die Sanierung der Gebiete aufbringen, so der Minister für nationale Integration Fernando Bezerra.

Mehr als 820 Gemeinden werden von der brasilianischen Regierung im Rahmen des Nationalplans zum Umgang mit Risiken und   Antwort auf Naturkatastrophen (Plano Nacional de Gestão de Riscos e Resposta a Desastres Naturais) bevorzugt behandelt, da es sich dabei um mögliche Überschwemmungs- oder Erdrutschgebiete handelt. Für diese Gemeinden werden spezielle Evakuierungspläne angefertigt und ein langfristiges Beobachtungssystem installiert.

Momentan sei die große Dürre im Nordosten des Landes das größte Problem, berichtet Bezerra, die Wasserversorgung der Bewohner müsse in jedem Fall gewährleistet sein. Gleichzeitig müsse man paradoxerweise auch Vorkehrungen für mögliche Überschwemmungen treffen, da diese Region stark gefährdet ist. Insgesamt kommen auf die brasilianische Regierung Kosten von bis zu 15,6 Milliarden Reais (6,2 Milliarden Euro) zu. (sg)

 

 

 


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