Die Kernkraftwerke in Brasilien wollen nach der Katastrophe von Fukushima vorsorgen / Copyright: Agência Brasil
Die Kernkraftwerke in Brasilien wollen nach der Katastrophe von Fukushima vorsorgen / Copyright: Agência Brasil

Die Kernkraftwerke in Brasilien wollen nach der Katastrophe von Fukushima vorsorgen / Copyright: Agência Brasil

Das brasilianische Unternehmen Eletronuclear wird zukünftig 300 Millionen Reais (rund 115,7 Millionen Euro) in die Sicherheit von Kernkraftwerken investieren. Der brasilianische Konzern, der unter anderem das Kraftwerk Almirante Álvaro Alberto in Angra dos Reis betreibt, will die Werke vor allem vor Auswirkungen durch eventuelle Naturkatastrophen schützen.

Paulo Carneiro, Berater bei Eletronuclear erklärte, dass im Rahmen des „Plans als Antwort auf Fukushima“ (Plano de Resposta a Fukushima) Investitionen in zwei Bereichen getätigt werden sollen: Die eine Hälfte sei bereits verplant und werde für die Finanzierung von Studien und Projekten ausgegeben werden. Das Unternehmen wird bei der Erstellung der Studien von staatlichen Forschungsinstituten unterstützt, um unternehmensunabhängige Ergebnisse zu erzielen. Die andere Hälfte der Investitionen soll laut Carneiro erst dann in Projekte und andere Aktionen fließen, wenn die Ergebnisse der Studien vorlägen. Man wolle aus der Katastrophe von Fukushima lernen und alles Mögliche tun, um ähnliche Unfälle zu vermeiden, betonte Carneiro.

In den ersten Schritten will Eletronuclear nun die Umgebung des Atomkraftwerks überprüfen lassen. Dabei sollen Wissenschaftler die Wahrscheinlichkeit von Erdbeben, Erdrutschen und Tsunamis berechnen. In einem zweiten Schritt soll das Werk schließlich mit neuesten Sicherheitstechniken ausgerüstet werden. Abschließend soll ein Notfallplan für die Evakuierung der gesamten Region erstellt werden.

Die Initiative des Unternehmens Eletronuclear könnte zukünftig als Vorbild für andere Atomkraftwerke dienen. (sg)