Brasilianischer Cachaça soll außerhalb Brasiliens bekanntgemacht werden / Copyright: Agência Brasil
Brasilianischer Cachaça soll außerhalb Brasiliens bekanntgemacht werden / Copyright: Agência Brasil

Brasilianischer Cachaça soll außerhalb Brasiliens bekanntgemacht werden / Copyright: Agência Brasil

Für den Export in die Vereinigten Staaten von brasilianischem Zuckerrohrschnaps, in Brasilien Cachaça genannt, sollen neue Etikette gedruckt werden. Zuvor hatte der Schnaps eine englische Bezeichnung: Brazilian Rum. Der authentische Name „Cachaça“ soll nun auf den neuen Etiketten erscheinen. Im Februar habe die nordamerikanische Regierung das Produkt als exklusives Produkt brasilianischen Ursprungs anerkannt. Als Gegenzug hat die brasilianische Regierung Ende März den Bourbon und den Tennessee Whisky als exklusive Produkte der Vereinigten Staaten registriert.

Laut Vivente Bastos, Präsident des brasilianischen Cachaça-Instituts IBRAC (Instituto Brasileiro da Cachaça), würde die Umstellung innerhalb der nächsten sechs bis zwölf Monate vonstattengehen. Bastos zufolge sei der nächste Schritt nach der Anerkennung des brasilianischen Schnapses Werbemaßnahmen für das Produkt, um es in Nordamerika bekannter zu machen. Die Produktionsketten seien noch sehr klein, da nur wenige das Getränk außerhalb Brasiliens kennen würden.

„Wer Cachaça kennt, hat höchstens von Caipirinha gehört. Wir müssen unseren Schnaps bekanntmachen und in Werbekampagnen investieren“, so Bastos. Durch die Produktion beschäftigt man derzeit 600.000 Menschen im Land, Exporte in Höhe von ca. 20 Millionen US-Dollar jährlich werden realisiert. Wie sich die Zahlen nach der Anerkennung des Produkts seitens der USA ändern werden, kann das IBRAC noch nicht einschätzen.

Momentan reguliere das Dekret 4.062/2001 die Produktion von brasilianischem Cachaça. Die Kontrolle der Herstellung erfolgt durch das Ministerium für Landwirtschaft, Fischerei und Versorgung MAPA (Ministério da Agricultura, Pecuária e Abastecimento). Derzeit sei im privaten Sektor die Schaffung einer Aufsichtsbehörde im Gespräch, an der Verbände und Hersteller teilnehmen, um eine hohe Qualität des Produktes zu garantieren. (ds)