Justizminister José Eduardo Cardozo / Copyright: Agência Brasil

Justizminister José Eduardo Cardozo / Copyright: Agência Brasil

Mit zunächst 37 Millionen Reais (rund 15,2 Millionen Euro) wird die Grenzsicherung in Brasilien in einer ersten Phase weiter ausgebaut. So sieht dies die strategische Grenzplanung vor, die koordiniert vom Justizministerium (Ministério da Justiça, kurz: MJ) und gemeinsam mit dem Verteidigungsministerium (Ministério da Defesa) und dem föderalen Sekretariat für die öffentliche Sicherheit (Secretaria Nacional de Segurança Pública, kurz: Senasp) ausgearbeitet wurde. Diese, als eine erste Investition, veranschlagten finanziellen Mittel wurden hierfür von der brasilianischen Präsidentin Dilma Rousseff in einem Eilverfahren nun freigegeben.

Die elf brasilianischen Bundesstaaten, welche eine Außengrenze zu den zehn Nachbarländern Brasiliens besitzen, werden innerhalb der neuen Grenzplanung ihre lokalen Polizeikräfte mit den Einsatzkräften der nationalen Polizei und der Armee besser koordinieren und die Zahl der Einsatzkräfte an den Grenzen erhöhen. Ziel der neu ausgearbeiteten Strategie ist es, vor allem den illegalen Grenzhandel an den 16.800 Kilometern Grenze besser unterbinden zu können. Vor allem in der Bekämpfung des grenzübergreifenden Drogenhandels verspricht sich das Justizministerium durch die neue Strategie Erfolge.

Im nächsten Jahr sollen bereits 1.500 neue Polizisten für den Straßenverkehr (Polícia Federal Rodoviária) und weitere 1.300 Bundespolizisten eingestellt werden, um die neuen Aufgaben angemessen bewältigen zu können. In einer zweiten Aktion soll der Strafvollzug ausgebaut und insgesamt 1,1 Milliarden Reais (rund 453 Millionen Euro) in die Infrastruktur des Strafvollzugs investiert werden. Auch sind rund 60.000 weitere Stellen für Vollzugsbeamte geplant. (mas)