Die OECD-Bildungsstudie: Tabelle zu den gesamten öffentlichen Ausgaben in die Bildung (Brasilien: vierte Land von links) / Copyright: OECD-Bildungsstudie

Die OECD-Bildungsstudie: Tabelle zu den gesamten öffentlichen Ausgaben in die Bildung (Brasilien: viertes Land von links) / Copyright: OECD-Bildungsstudie

Gestern (11.09.) wurden die Ergebnisse der OECD-Bildungsstudie in Paris bekanntgegeben. Die Studie untersucht, wie stark Länder in die Bildung investieren. Sie geht davon aus, dass ein Land erfolgreicher ist, je mehr Abiturienten und Hochschulabsolventen es gibt. Unter den 29 Ländern befindet sich Brasilien an 23. Stelle. Im Durchschnitt wurden 0,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) investiert. Allerdings stellte man fest, dass im untersuchten Zeitraum zwischen den Jahren 2000 und 2009 in Brasilien der stärkste Anstieg an Investitionen auszumachen ist.

Das Land würde sich schrittweise an die Mitglieder der G20 (Gruppe der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer) annähern. Allerdings warnt die Studie vor den momentan niedrigen Investitionen in die Bildung, verglichen mit dem BIP. Die Investitionen in alle Bildungsbereiche in Brasilien belaufen sich auf 5,55 Prozent des BIP, während im Durchschnitt die anderen Länder der Studie 6,23 Prozent investieren.

An erster Stelle der Untersuchungen stehen die Länder Österreich, Finnland, Irland und Schweden. Die internationale Wirtschaftskrise hätte die Investitionen in die Bildung nicht beeinflusst.

Laut der Studie stiegen die gesamten Investitionen in die Bildung in Brasilien: Im Jahr 2000 gab man 10,5 Prozent der öffentlichen Ressourcen des Landes aus, 2009 waren es bereits 16,8 Prozent. Zwischen 2000 und 2009 sanken allerdings die Investitionen in die Hochschulbildung um zwei Prozent. Parallel dazu konnte man aber einen Anstieg der Anzahl der Studenten an den Universitäten um 67 Prozent zwischen 2005 und 2009 feststellen.

Des Weiteren ergab sich ein starker Anstieg bei der Einschulung von Kindern: Beachtlich sei, dass 92 Prozent der Kinder unter sechs Jahren die Schule besucht. Im Jahr 2005 waren es nur 83 Prozent.

Die Organisation hob noch einmal hervor, dass größere Investitionen in die Bildung auch mehr Beschäftigungsmöglichkeiten mit sich bringen würden. (ds)