Staatssekretär Arno Augustin will von der Kritik an der Regierung nichts hören / Copyright: Agência Brasil
Staatssekretär Arno Augustin will von der Kritik an der Regierung nichts hören / Copyright: Agência Brasil

Staatssekretär Arno Augustin will von der Kritik an der Regierung nichts hören / Copyright: Agência Brasil

Auf mögliche Auswirkungen der Probleme des internationalen Finanzmarkts sei Brasilien bestens vorbereitet, erklärte der Staatssekretär der Staatskasse Arno Augustin gestern (03.09.2013). Die weltweite Finanzkrise habe seine Spuren hinterlassen und diese seien in Brasilien vor allem anhand der instabilen Wechselkurse und den geringer ausfallenden ausländischen Direktinvestitionen zu erkennen.

Im Rahmen eines Treffens der Kommission für Wirtschaftliche Angelegenheiten (Comissão de Assuntos Econômicos, kurz: CAE) wurden gestern (03.09.) weitere mögliche Auswirkungen der Finanzkrise diskutiert und außerdem die Finanzierung von Staat und Kommunen besprochen.

Ein Aspekt, der für Augustin einen Beweis für die Stärke der brasilianischen Wirtschaft darstellt, ist die Tatsache, dass Brasilien heute viel eher die Gläubigerposition einnimmt und gleichzeitig seine Auslandsschulden deutlich gesenkt habe. Die brasilianische Staatskasse habe hohe Reserven, die den Wert der Schulden im Ausland deutlich übersteigen. Insgesamt stünde Brasilien eine Reserve von 370 Milliarden Reais (rund 117,5 Milliarden Euro) zur Verfügung. Auch das Bruttoinlandsprodukt (BIP) beweise die Stabilität der Wirtschaft. Das BIP sei im zweiten Quartal um 1,5 Prozent gestiegen. Diese Entwicklung zeige, dass die Regierungsmaßnahmen des letzten Jahres durchaus Wirkung gezeigt haben. Augustin spielte damit auf Steuersenkungen, Senkung der Zinssätze und leichtere Kreditvergabe an, die Gegner zuvor stark kritisiert hatten, weil die Maßnahmen nur kurzfristigen Nutzen brächten.

Die Kritik an dem hohen Defizit der öffentlichen Kassen konterte Augustin damit, dass die Regierung auf dem besten Wege sei, dieses zu reduzieren. (sg)