Die Exporte bleiben stabil, während der Preis für Kaffeebohnen sinkt / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Andreas Fink
Die Exporte bleiben stabil, während der Preis für Kaffeebohnen sinkt / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Andreas Fink

Die Exporte bleiben stabil, während der Preis für Kaffeebohnen sinkt / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Andreas Fink

Ergebnisse einer Erhebung zur wirtschaftlichen Lage des brasilianischen Kaffeesektors zeigen, dass die Kaffeeproduzenten im ersten Quartal 2013 von einer Krise betroffen sind.

Die Gewinne aus den Exporten liegen im ersten Quartal dieses Jahres um 21,69 Prozent hinter den Gewinnen der gleichen Periode des Vorjahres zurück. Die Quantität der exportierten Kaffeebohnen stieg jedoch um gut zehn Prozent an – dies induziert, dass die Nachfrage aus dem Ausland immerhin etwas gestiegen ist und zumindest von dieser Seite aus kein Grund zur Sorge besteht. Schlussfolgernd bedeutet es jedoch andererseits eine Reduzierung der Preise. Nach Angaben von Experten ist der Preis für Kaffee im selben Zeitraum im Jahr 2012 um 28,97 Prozent gestiegen.

Die Regierung will nun verhindern, dass der Preis unter den gesetzlich festgelegten Mindestpreis fällt. Heute (29.04.) entscheidet der Nationale Währungsrat (Conselho Monetário Nacional, kurz: CMN) über eine mögliche Erhöhung des Mindestpreises.

Silas Brasileiro, der Präsident des Nationalen Rat der Kaffeebauer (Conselho Nacional do Café, kurz: CNC) befürwortet einen Anstieg des Mindestpreis. Seit 2009 habe es keine Angleichung mehr gegeben. Seit Jahren greift die brasilianische Regierung den Kaffeebauern mit einer Subventionierung von bis zu 80 Prozent der Produktionskosten unter die Arme, um deren Existenz zu sichern. Mit einem höheren Mindestpreis für Kaffeebohnen könnten die Produzenten mehr Eigenverantwortung übernehmen, erklärt Brasileiro.

Brasilien exportiert rund 60 Prozent seiner Kaffeeproduktion. Abnehmer sind vor allem die USA, Deutschland, Italien und Japan. (sg)