Die Lehrer hatten unter anderem für mehr Lohn und bessere Arbeitsbedingungen demonstriert / Copyright: Agência Brasil
Soziale Ungleichheit - weiterhin eine Herausforderung für Brasilien / Copyright: Agência Brasil

Soziale Ungleichheit – weiterhin eine Herausforderung für Brasilien / Copyright: Agência Brasil

Nach Angaben der brasilianischen Präsidentin Dilma Rousseff sinkt die soziale Ungleichheit in brasilianischen Städten. Dies zeigten die neusten Ergebnisse des Entwicklungsindex‘ der städtischen Bevölkerung (Índice de Desenvolvimento Humano Municipal, kurz: IDHM).

Im Rahmen des Indexes werden unter anderem Lebensqualität, Lebenserwartung, Sicherheit, Bildung und Zugang zu Elektrizität und Wasser verschiedener brasilianischer Kommunen verglichen. Wies im Jahr 1999 lediglich ein Prozent der untersuchten Gemeinden einen mittleren bis hohen Wert auf, so verfügten im Jahr 2010 bereits über 74 Prozent aller Städte über positive Entwicklungen und einen ebenso hohen Indexwert. Diese Entwicklung sei ein bedeutender Gewinn und mit dem konstanten und nachhaltigen Wirtschaftswachstum zu erklären, sagte Dilma Rousseff.

Die größten Fortschritte seien in den nördlichen und nordöstlichen Regionen registriert worden. Dort habe es in allen Bereichen deutlich positive Entwicklungen gegeben. Vor allem im Bildungssektor sei in den vergangenen Jahren viel erreicht worden. Es gibt deutlich weniger Schulabbrecher und die Zahl der Kinder und Jugendlichen, denen ein Schulbesuch ermöglicht werden kann ist deutlich gestiegen. Die positiven Prozesse in diesen Regionen sorgen für besonders große Freude innerhalb der brasilianischen Regierung, da der Norden, sowie der Nordosten, in der Entwicklung aufgrund der wirtschaftlichen Schwäche oftmals hinter den anderen Teilen Brasiliens zurückgeblieben war.

Trotz der positiven Entwicklungen bleibt der Kampf gegen soziale Ungleichheit für Brasilien weiterhin eine der größten Herausforderungen. (sg)