Die brasilianische Regierung plante den Kauf von rund 36 Kampfjets / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Michael Sandberg
Die brasilianische Regierung plante den Kauf von rund 36 Kampfjets / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Michael Sandberg

Die brasilianische Regierung plant den Kauf von rund 36 Kampfjets / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Michael Sandberg

Brasilien wird erst wieder in militärische Ausrüstung investieren, wenn sich Brasiliens Wirtschaft wieder komplett von der weltweiten Finanzkrise erholt hat. Dies teilte die Präsidentin Dilma Rousseff gestern (11.12.) im Rahmen ihres Frankreichbesuchs mit, da Frankreich einer der potentiellen Verkäufer von Kampfflugzeugen ist.

Dilma erklärte, dass sich zunächst die Regierungsmaßnahmen zur Stärkung der brasilianischen Wirtschaft konsolidieren müssten, bevor neue Investitionen für das Militär getätigt würden. Geplant ist jedoch nach der Stabilisierung der Wirtschaft der Kauf von mindestens 36 Kampfflugzeugen. Abgesehen von der französischen Firma Dassault hatte Brasilien geplant, Kampfjets des schwedischen Unternehmens Saab zu kaufen. Dilma bestätigte, dass der Kauf bereits seit vier Jahren geplant sei. Da sich jedoch die Konsequenzen der weltweiten Finanzkrise in der wirtschaftlichen Situation Brasiliens niederschlagen würden, müsse der Kauftermin auf unbestimmte Zeit verschoben werden. Brasilien habe in letzter Zeit mit Stagnation und Rückgang des Wirtschaftswachstums zurechtkommen müssen – die Regierung habe nun die Aufgabe den Haushalt zu schützen, sagte Dilma, man könne unmöglich zum jetzigen Zeitpunkt Investitionen tätigen, die nicht unmittelbar mit der Stabilisierung der Wirtschaft zusammenhängen.

Die brasilianische Präsidentin hofft, dass die Wirtschaft ihres Landes in den nächsten Monaten wieder wachsen werde, sodass dem Kauf der Kampfflugzeuge wieder Priorität eingeräumt werden könne. (sg)