Verteidigungsminister Jaques Wagner besteigt den Jagdflieger Gripen aus dem Hause Saab. / Copyright: Agência Brasil O ministro da Defesa, Jaques Wagner, conhece a maquete em tamanho natural do novo caça Gripen NG que será responsável pela defesa aérea do país (José Cruz/Agência Brasil)

Brasilien will seine Luftwaffe erneuern und investiert in großem Rahmen in den Kauf neuer Jagdflieger aus schwedischer Produktion. Finanzminister Joaquim Levy genehmigte dazu die Aufnahme eines Milliarden schweren Kredits. Insgesamt sollen 36 Jagdflieger vom Typ Gripen NG aus dem Hause SAAB gekauft werden, wie im brasilianischen Bundesanzeiger, Diário Oficial da União, am Freitag (21.8.) bekannt gegeben wurde.

Die brasilianische Regierung hat für die Kaufabwicklung die schwedische Kreditanstalt Swedish Export Credit Corporation – AB SEK beauftragt, berichtet die Zeitung Valor Econômico. Die Gesamthöhe des Kredits beläuft sich dabei auf 4,5 Milliarden US-Dollar (etwa 3,9 Mrd. Euro). Die Mittel würden komplett dem Projekt F-X2 zugute gestellt. Dieses sieht neben der Anschaffung der neuen Flugzeuge auch die logistische Unterstützung sowie den Kauf dazugehöriger Waffensysteme vor.

Wie der Valor Econômico schreibt, sind die Verhandlungen zwischen der brasilianischen und schwedischen Regierung sehr zäh verlaufen. Zuletzt jedoch erklärte sich die schwedische Seite bereit, die Zinsen erheblich zu senken. Den Deal hatte der brasilianische Verteidigungsminister Jaques Wagner ausgehandelt.

Mitte 2014 hatten der brasilianische Flugzeugbauer Embraer und der schwedische Automobil- und Flugzeughersteller Saab ein Joint-Venture zur gemeinsamen Entwicklung des Kampfjets Typ F-X2 vereinbart. Dieses sollte ausschließlich für die brasilianische Luftwaffe zum Einsatz kommen (BrasilNews berichtete, 14.7.14). (ms)

Quelle: Valor Econômico und Diário Oficial da União



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