Im gesamten Amazonasgebiet treten seit Jahrzehnten Konflikte zwischen Energiekonzernen und indigener Bevölkerung auf / Copyright: Wikimedia Copyright, NASA
Im gesamten Amazonasgebiet treten seit Jahrzehnten Konflikte zwischen Energiekonzernen und indigener Bevölkerung auf / Copyright: Wikimedia Copyright, NASA

Im gesamten Amazonasgebiet gibt es seit Jahrzehnten Konflikte zwischen Energiekonzernen und indigener Bevölkerung. / Copyright: Wikimedia Creative Commons, NASA

Im Dezember hat sich die Lage im Süden des Bundesstaats Amazônia zugespitzt: Der Konflikt zwischen Indigenen, anderen Bewohnern und Unternehmen in der Region hatte seinen bisherigen Höhepunkt Mitte Dezember erreicht, als der Mitarbeiter des Energiekonzern Eletrobras Aldeney Salvador, der Handelsvertreter Luciano Ferreira und der Professor Stef de Souza verschwanden. Seitdem hatte es zahlreiche Revolten gegen die indigene Bevölkerung gegeben, da diese beschuldigt wird, die drei Männer verschleppt und getötet zu haben.

Seit Monaten war es in der Region immer wieder zu Auseinandersetzungen gekommen, da die Indigenen ihren Lebensraum durch die Energiekonzerne bedroht sehen. Seit Ende Dezember soll nun eine 90-köpfige Einheit des Militärs für Ruhe sorgen.

Die Ermittlungen leitet in diesem Fall die Bundespolizei in der Hauptstadt des Bundesstaates Rondônia. Bislang ist der Zuständige Carlos Manoel Gaya da Costa mit seinem Team noch zu keinem Ergebnis gekommen. Kritik an der Arbeit der Polizeieinheit wurde laut, nachdem da Costa Anfang dieser Woche in den Urlaub gefahren war, ohne einen stellvertretenden Verantwortlichen zu bestimmen. Ihm wird nun vorgeworfen, den Fall nicht ernst genug zu nehmen.

Der Justizminister entschied nun vorerst, das Militär für weitere 90 Tage in der Region zu lassen, um die Lage weiterhin unter Kontrolle zu halten, solange keine Ergebnisse vorliegen. Ob der Konflikt jedoch mit der Aufklärung des Verbrechens tatsächlich gelöst wird, bleibt fraglich. (sg)