Mit dem Kauf von Ländereien für die Landwirte, die sich in Gebieten der Indigenen niedergelassen haben, sollen Konflikte zwischen diesen beiden Bevölkerungsschichten geschlichtet werden / Copyright: Agência Brasil
Mit dem Kauf von Ländereien für die Landwirte, die sich in Gebieten der Indigenen niedergelassen haben, sollen Konflikte zwischen diesen beiden Bevölkerungsschichten geschlichtet werden / Copyright: Agência Brasil

Mit dem Kauf von Ländereien für die Landwirte, die sich in Gebieten der Indigenen niedergelassen haben, sollen Konflikte zwischen diesen beiden Bevölkerungsschichten geschlichtet werden / Copyright: Agência Brasil

Seit einiger Zeit kommt es in Brasilien zu Konflikten zwischen der indigenen Bevölkerung und Landwirten, die sich auf den Ländereien der Indigenen niedergelassen haben. Gilberto Carvalho, Generalsekretär der Präsidentin Dilma Rousseff, teilte gestern (20.06.) bei einer Versammlung in Campo Grande (Bundesstaat Minas Gerais) mit, dass die Regierung die Möglichkeit einräumt, Ressourcen des brasilianischen Schatzamtes Tesouro Nacional für den Kauf von Ländereien einzusetzen. Damit sollen beispielsweise die Landwirte im Bundesstaat Mato Grosso do Sul entschädigt und die Konflikte zwischen der indigenen Bevölkerung der Region und den Landwirten geschlichtet werden.

Laut Carvalho habe die Präsidentin dem Einsatz der Ressourcen bereits zugestimmt. Zusätzlich solle es eine Aufstellung von denjenigen Ländereien geben, die in Brasilien zugunsten der Landwirte eingesetzt werden können. Ziel sei es, diese Ländereien eindeutig von den Gebieten der indigenen Bevölkerung abzugrenzen.

Im April dieses Jahres hatten Vertreter der Indigenen das brasilianische Abgeordnetenhaus gestürmt, um sich mehr Rechte einzuräumen. Die Regierung reagierte mit der Schaffung einer Arbeitsgruppe, die aus Vertretern des Justizministeriums, des Nationalen Verbands für Indigene (Fundação Nacional do Índio), der Generalstaatsanwaltschaft der Regierung, der öffentlichen Ministerien auf Staats- und Bundesstaatenebene, aus Leitern indigener Gruppen sowie aus Landwirten besteht. Diese Arbeitsgruppe wird nun zum Einsatz kommen und die rechtliche Lage bezüglich der Vergabe von Ländereien prüfen. Auch werde die Gruppe einen Plan mit Lösungsansätzen für Probleme der Region erstellen. (ds)