Leiter des Brasilianischen Industrieverbandes CNI, Flácio Castelo Branco / Copyright: Agência Brasil

Leiter des Brasilianischen Industrieverbandes CNI, Flávio Castelo Branco / Copyright: Agência Brasil

Die negativen Auswirkungen der Finanzkrise von 2008-2009 seien von den Unternehmen noch zu 30 Prozent in Brasilien spürbar. Das wurde gestern (10.11.) durch den Brasilianischen Industrieverband (Confederação Nacional da Indústria, kurz: CNI) bekanntgegeben. Die Daten stammen aus einer speziellen Umfrage zur weltweiten Wirtschaftssituation. Wären nur die betroffenen Firmen in Betracht gezogen worden, dann läge die Prozentzahl sogar bei 57.

Die Zahlen zeigen, dass 54 Prozent der befragten Unternehmer die aktuelle Wirtschaftssituation als unsicher einschätzen und dass weiterhin Risiken für ihre Unternehmen bestünden; 27 Prozent der Unternehmer hätten diese Befürchtung nicht und 19 Prozent enthielen sich der Stimmen. Unter den 54 Prozent der Personen, die das Geschehen als unsicher beurteilen, glauben 45 Prozent, dass die negativen Tendenzen bis Ende des nächsten Jahres andauern werden.

Laut CNI würden 31 Prozent der Unternehmer einschätzen, dass das aktuelle Geschehen sich in den nächsten sechs Monaten verschlimmern werde; 36 Prozent erwarten keine Veränderungen und 22 Prozent bestätigten Verbesserungen.

Laut dem Wirtschaftsexperten Flávio Castelo Branco, Leiter der CNI, würden diese Ergebnisse zeigen, dass aufgrund der Einschläge der aktuellen Krise sich die Auswirkungen der Krise von 2008 auf die Wirtschaftstätigkeit und auf Geschäfte in der Industrie verlängern werden.

Die Befragungen fanden zwischen dem 2. und 18. Oktober bei 2.090 Unternehmern statt, davon 1.124 Kleinunternehmer, 680 mittlere Unternehmen und 286 große Unternehmen. Von der Gesamtzahl befinden sich gerade 1.737 in einer Phase der Umgestaltung und 353 im Aufbau. (ds)