Logo der Getulio Vargas-Stiftung / Copyright: FGV

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Paulo Picchetti, Koordinator des wöchentlichen Konsumenten-Preisindexes (Índice de Preços ao Consumidor Semanal, kurz: IPC-S) des Wirtschaftsinstituts der Getulio Vargas-Stiftung (Fundação Getulio Vargas, kurz: FGV) glaubt, dass die Inflation im Jahr 2012 im Vergleich zum Vorjahr sinken wird.

Bisher stellte er allerdings fest, dass zu Beginn des Jahres, so wie es normalerweise auch üblich ist, die Ausgaben der Schulgelder auf die privaten Haushaltskassen drücken.

Picchetti sage voraus, dass sich der Satz des IPC-S bei 5,2 Prozent dieses Jahr stabilisieren werde. Dieses Niveau wurde auch schon von Analysten des Finanzmarktes für den Konsumentenpreisindex des Wirtschaftsforschungsinstitut FIPE (Fundação Instituto de Pesquisas Econômicas) vorausgesagt (5,22 Prozent).

Im vergangenen Jahr erreichte der IPC-S einen Prozentsatz von 6,36. Damit lag er noch höher als 2010 (6,24 Prozent). Laut Picchetti wurde diese Entwicklung allerdings erwartet. Im Verlauf des Jahres beeinflussten den Anstieg der Inflation die Preise der Verwaltung und Serviceleistungen stärker als die Lebensmittel, die immer einen höheren Stellenwert in der Berechnung des Indexes hätten.

Für Januar sagt der Spezialist eine Erhöhung von 1,2 Prozent des IPC-S voraus. Zusätzlich zu den zu Beginn des Jahres zu entrichtenden Schulgeldern seien auch die Automobilsteuer (Imposto Sobre Propriedade de Veículos Automotores, kurz: IPVA) und die Immobilien- und Grundbesitzsteuer (Imposto Predial e Territorial Urbano, kurz: IPTU) fällig. (ds)