Brasilien: Lebensmittel in Rio de Janeiro immer teuer

09.08.2012 | Wirtschaft |
Auch der Preis für die beliebten schwarzen Bohnen stieg an / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Ianm1121

Auch der Preis für die beliebten schwarzen Bohnen stieg an / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Ianm1121

In Rio de Janeiro sind die Preise für Lebensmittel in den letzten Wochen stark angestiegen. Das Brasilianische Institut für Geografie und Statistik (Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística, kurz: IBGE) hat nun gestern (8.8.) Daten veröffentlicht, die einen Zusammenhang zwischen den gesteigerten Preisen und ein verändertes Verhalten der Konsumenten beweisen.

Im Juli dieses Jahres hatte das IBGE in einer Studie festgestellt, dass sich die Einkauf- und Essgewohnheiten der Einwohner Rio de Janeiros verändert haben. Den größten Preisanstieg war bei den Produkten Öl, schwarze Bohnen, Möhren und Tomaten zu verzeichnen. Gerade Öl und schwarze Bohnen sind für die meisten Brasilianer Alltagsprodukte und werden normalerweise beinahe täglich konsumiert.

Der Preis für Tomaten stieg von Juni auf Juli fast um das Doppelte (94,18 Prozent). Der Leiter eines Supermarktes im Zentrum Rio de Janeiros, Tarcísio Freitas da Silva, beklagt, dass der Konsum von Tomaten aufgrund des hohen Preises so stark gesunken sei, dass er das Produkt aus dem Angebot genommen habe. Für ein Kilo Tomaten haben die Lieferanten zuletzt acht Reais (rund 3,1 Euro) gefordert, berichtet der Supermarktleiter. Schwarze Bohnen wurden vielerorts durch die günstigeren Linsen ersetzt. Der Preis für schwarze Bohnen war im Juli um 6,12 Prozent gestiegen.

Ob noch weitere Preissteigerungen zu erwarten sind, konnten die Experten des IBGE noch nicht vorhersagen. (sg)


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