Markt in Feira de Santana, Bahia / Copyright: Creative Commons, Andrevruas

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Mit einer Steigerung von 0,81 Prozent ist die Preissteigerung für die Konsumenten in Brasilien diesen Januar relativ gering ausgefallen. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Preise um 0,12 Prozent weniger gestiegen. Die auf einem Warenkorb basierte Berechnung der Inflation wird wöchentlich vom brasilianischen Institut der Wirtschaft (Instituto Brasileiro de Economia, kurz: Ibre) und der Stiftung Getulio Vargas (Fundação Getulio Vargas, kurz: FGV) veröffentlicht.

In einer Schätzung für das Jahr 2012 ermittelten beide Institute eine voraussichtliche monatliche Inflation von 0,93 Prozent. Die Differenz zwischen der Schätzung und der nun registrierter Preissteigerung lässt sich vor allem auf Veränderungen bei Lebensmitteln und Kleidung zurückführen, die zum Teil im Januar um 0,7 Prozent günstiger waren, als noch im Monat zuvor. Bei Lebensmitteln gilt dies jedoch nicht für den gesamten Warenkorb, sondern vor allem Gemüse hatte eine geringere Preissteigerung als bisher zu verzeichnen.

Setzt man der Preisentwicklung aus dem Warenkorb des Konsumenten die Preisentwicklung der Waren ab Werk (Índice de Preços ao Produtor, kurz: IPP) entgegen, so zeigt sich dort im Jahresrückblick eine deutlichere Entwicklung im Preisanstieg. Um rund 2,6 Prozent stiegen die Preise der Waren direkt ab Werk im Jahr 2011. Allerdings registrierte der IPP für die Monate November und Dezember 2011 auch einen Rückgang im Preisanstieg. Für Januar liegen derzeit noch keine Zahlen vor. Sollte sich der Trend aus den letzten beiden Monaten des Jahres fortsetzen, so könnte dies auch eine weitere Erklärung für den geringeren Preisanstieg bei den Verbraucherpreisen sein. Allerdings nur dann, wenn der Handel diese Veränderung auch an die Konsumenten weitergibt. (mas)