Die neuen Großprojekte zur Olympiade und zur Fussball-WM schaffen ebenso viele neue Arbeitsplätze / Copyright: Agência Brasil

Die neuen Großprojekte zur Olympiade und zur Fussball-WM schaffen ebenso viele neue Arbeitsplätze / Copyright: Agência Brasil

Die steigende Zahl der Arbeitsplätze im September suggeriert auf den ersten Blick einen positiven Trend auf dem brasilianischen Arbeitsmarkt und transportiert das Bild einer insgesamt positiven Entwicklung, trotz der widrigen gesamtwirtschaftlichen Umstände. So suchte das brasilianische Arbeitsministerium (Ministério do Trabalho e Emprego, kurz: MTE) die Zahl der Arbeitsplätze auch bei ihrer gestrigen (17.10.) Präsentation zu deuten. Die Steigerung in der Zahl der Arbeitsplätze bedeutet eine Zunahme um etwa 0,4 Prozent bei den Arbeitsplätzen.

Setzt man die Entwicklung aus dem September jedoch ins Verhältnis zum letzten Jahr und zu den vergangenen Monaten, dann lässt sich eindeutig eine Abschwächung des Trends feststellen. Im Vergleich zum September 2011 sind dieses Jahr etwa 28 Prozent weniger Arbeitsplätze entstanden. Auch im Verlauf dieses Jahres ist der September der Monat mit dem zweitgeringsten Wachstum an neu entstandenen Arbeitsplätzen. Nur der März diesen Jahres hat im Vergleich die Zahl der neu entstehenden Arbeitsplätze aus dem Vorjahr übertroffen. Damit ist der Trend für dieses Jahr zwar weiterhin positiv, die für Brasiliens wachsende Bevölkerung so wichtige Entstehung neuer Arbeitsplätze verläuft aber auf einem niedrigerem Niveau. Insgesamt wurden in diesem Jahr rund 1,6 Millionen neue Arbeitsplätze geschaffen. Im letzten Jahr waren es noch ca. 2,2 Millionen in der gleichen Periode bis September. Damit hat sich die Zahl der neu geschaffenen Arbeitsplätze um mehr als ein Viertel (ca. 26,9 Prozent) reduziert.

Auf die brasilianischen Bundesstaaten bezogen bedeuten diese Zahlen, dass die meisten Bundesstaaten noch eine positive Bilanz im September vorweisen konnten. Die Bundesstaaten Minas Gerais, Tocantins, Acre und Rondônia hingegen hatten eine geringfügig negative Entwicklung der zur Verfügung stehenden Arbeitsplätze. (mas)