An brasilianischen Universitäten sollen 50 Prozent der Studienplätze für 
Schwarze, Farbige und Indigene Schüler sowie Schülern aus sozial schwachen Familien reserviert werden / Copyright: Agência Brasil
Immer mehr ausländische Studenten wollen in Brasilien studieren  / Copyright: Agência Brasil

Immer mehr ausländische Studenten wollen in Brasilien studieren / Copyright: Agência Brasil

Im vergangenen Jahr zog es mehr ausländische Studenten nach Brasilien als 2011, dies wird vor allem durch die größeren Chancen auf dem Arbeitsmarkt und bei Studienplätzen, der Qualität des Bildungswesens sowie durch die Neugierde auf das sich im Wandel befindliche lateinamerikanische Land begünstigt. Diese Tendenzen gehen aus einer Studie des brasilianischen Außenministeriums hervor, das die angeforderten Visa für Brasilien in 156 Ländern untersucht hat und für die Vergabe von Visa verantwortlich ist.

Laut Angaben des Ministeriums kamen vor allem Studenten aus Kolumbien, Portugal, Frankreich und Angola zum Studieren nach Brasilien.  Allein im vergangen Jahr waren es 1.333 Kolumbianer, 944 Portugiesen, 934 Franzosen und 745 Angolaner. Im Vergleich zu 2011 beispielsweise stieg die Anzahl der Kolumbianer, die Interesse an einem Studium im Land hatten, um fast 50 Prozent. 2011 beantragten 972 kolumbianische, 441 portugiesische, 798 französische und 608 angolanische Studenten ein Visum.

Laut der Studie würden Länder, die sich in Krisensituationen befänden, wenige oder keine Studenten nach Brasilien schicken. So ist es beispielsweise der Fall des afrikanischen Landes Simbabwe, das unter Hyperinflation leidet und wirtschaftliche Schwierigkeiten hat. Seit 2005 kamen deshalb keine Studenten aus Simbabwe mehr nach Brasilien.

Die Studenten, die jedoch verstärkt nach Brasilien kamen, wollen die Möglichkeiten eines wachsenden Brasiliens wahrnehmen. Besonders bei Studenten aus den anderen lateinamerikanischen Ländern erhöhen sich oftmals die Chancen auf dem Arbeitsmarkt erheblich im Vergleich zu ihren Herkunftsländern. (ds)