Protestanten vor dem Plenarsaal wollen den Vorsitz Felicianos verhindern / Copyright: Agência Brasil
Unterstützer der Parlamentarischen Front / Copyright: Agência Brasil

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In Brasília unterstützten Repräsentanten sozialer Bewegungen und religiöser Organisationen gestern (20.03.) die Einführung der Parlamentarischen Front zur Verteidigung der Menschenrechte (Frente Parlamentar em Defesa dos Direitos Humanos) in die Abgeordnetenkammer. Bis zur Durchsetzung und Integration dieser Gruppierung in das Abgeordnetenhaus war viel Zeit vergangen. Menschenrechtler und eine Minderheit von Politikern konnten sich jedoch letztlich durchsetzen.

Die Anhänger zeigten sich optimistisch und voller Hoffnung, dass durch diese Gruppe unter anderem Thematiken offiziell besprochen und diskutiert werden, die sonst kaum Anklang finden. Vor allem die Rechte der Indigenen sollen verteidigt und gestärkt werden.

Für Otoniel Ricardo Guarani-Kaiowá, Repräsentant der einer Gruppe für mehr Diskussion über die indigenen Völker Brasiliens (Articulação dos Povos Indígenas do Brasil) bedeutet die Teilnahme der sogenannten Front einen gewaltigen Fortschritt. Diskussionen über Menschenrechte und Umweltschutz würden nun in der Mitte des politischen Lebens ankommen, erklärt er, es sei längst an der Zeit gewesen, dass den Ausgegrenzten und Minderheiten eine Stimme im brasilianischen Parlament gegeben werde.

Auch Rafael Moreira, Direktor der sozialen Vereinigung von Umbanda und Candomblé (Federação de Umbanda e Candomblé, Brasília) zeigte sich hoffnungsvoll. Er warnte jedoch davor, zu viel zu erwarten. Man müsse erst einmal die ersten Wochen abwarten, um zu sehen, ob die Erwartungen sich nicht in Luft auflösten. (sg)