Der Bildungsminister Aloizio Mercadante spricht über die Entwicklung im Hochschulwesen 2011 / Copyright: Agência Brasil

Der Bildungsminister Aloizio Mercadante spricht über die Entwicklung im Hochschulwesen 2011 / Copyright: Agência Brasil

Im Zeitraum 2010 bis 2011 stieg in Brasilien die Anzahl der Einschreibungen an den Hochschulen um 5,7 Prozent, so teilte gestern (16.10.) das brasilianische Bildungsministerium MEC mit. Der größte Anstieg konnte in öffentlichen Einrichtungen (7,9 Prozent) verzeichnet werden, in privaten Einrichtungen beläuft sich der Wert auf 4,8 Prozent.

Derzeit sind in Brasilien insgesamt 6,739 Millionen Studenten immatrikuliert, davon zählt man 1,032 Millionen an staatlichen Universitäten. Den größten Anstieg konnte man bei technischen Studiengängen verzeichnen (11,4 Prozent). Lehramtstudiengänge verzeichneten den geringsten Zuwachs. Hierfür schrieben sich lediglich 0,1 Prozent Studenten mehr ein.

Laut Bildungsminister Aloizio Mercadante seien die positiven Zahlen mit der erhöhten Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt zu erklären. Bedeutend sei außerdem der Anteil der farbigen Bevölkerung, der 20 Prozent erreichte. Im Jahr 1997 lag dieser noch bei nur vier Prozent. Auch die Studenten aus Bevölkerungsschichten mit niedrigerem Einkommen sind 4,2 Prozent stärker vertreten.

„Das ‚Universitätsprogramm für alle ProUni‘ (Programa Universidade para Todos), der Studienfinanzierungsfonds FIES und das aktuelle Quotengesetz, das die Hälfte der Studienplätze an Schüler öffentlicher Schulen vergibt, Einkommen und Herkunft außen vor gelassen, sind Maßnahmen der Regierung, die immer mehr Möglichkeiten mit sich bringen“, so Mercadante.

Bezüglich der Fernstudiengänge konnte ein moderater Anstieg von 14,7 Prozent verzeichnet werden. Laut Mercadante sei dieser Wert realistisch, da man noch stärker an der Qualität dieser Art von Studium arbeiten müsse, um ein breiteres Angebot garantieren zu können. (ds)